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20 Jahre, 40 neue Titel und kein Zwischenstopp

von Christa Dietrich
Hubert Dragaschnig, flankiert von Augustin Jagg (r.) und Autor Wolfgang Mörth.  Foto: VN/Paulitsch

Hubert Dragaschnig, flankiert von Augustin Jagg (r.) und Autor Wolfgang Mörth.  Foto: VN/Paulitsch

Das Theater Kosmos startet gleich mit zwei Uraufführungen von Vorarlbergern ins dritte Jahrzehnt.

Bregenz. (VN-cd) Einsamen Herzen dabei zuzusehen, wie sich ihre Situation ändert, kennzeichnet Fernsehformate, die viele Zuschauer, ob alleine oder zu zweit, als anziehend erachten. Doch wie geht es den Partnersuchenden wirklich? Dieser oder ähnlichen Fragen geht die Vorarlberger Schriftstellerin Monika Helfer nach. Wie jüngst in einem Gespräch mit den VN thematisiert, hat sie ein neues Theaterstück verfasst. „Der Frauentourist“ eröffnet den neuen Spielplan des Bregenzer Theaters Kosmos, den dessen Leiter Augustin Jagg und Hubert Dragaschnig nun vorstellten. Und der Start dieses Kulturunternehmens ins dritte Jahrzehnt hat es in der Tat in sich. Lässt der Titel schon vermuten, dass Helfer mit einiger Ironie am Seelenleben ihres Liebesgeschichtenpersonals kratzt, offenbart Wolfgang Mörth nach seinem Erfolg mit dem bei Kosmos uraufgeführten, intelligenten wie witzigen Männerschmerzenstück „Urologie“, kein Halten mehr zu kennen.

In „Die Ermordung Bruno Kreiskys“ geht es um hohe Skischanzen und tiefgreifende Erkenntnisse zu Unternehmens- und Eheführung sowie um Politik, um ein Stück von Wolfgang Mörth eben, der das Literaturleben in Vorarlberg nicht nur als Verfasser eigener Texte, sondern auch als Förderer junger Autoren prägt.

Junge kommen zu Wort

Dass diese in der von Stephan Kasimir geleiteten Reihe „Kosmodrom“ weiterhin zu Wort kommen, sei ebenso erwähnt wie die besondere Tatsache, dass Jagg und Dragaschnig den Werdegang einmal berücksichtigter Autoren gerne weiterverfolgen. Kosmos-Freunde erinnern sich vermutlich gerne an „Hysterikon“ oder „Bandscheibenvorfall“ der österreichischen Autorin Ingrid Lausund, die mittlerweile als Verfasserin der Drehbücher für die Fernsehserie „Der Tatortreiniger“ einem noch größeren Publikum bekannt ist. In „Trilliarden: Die Angst vor dem Verlorengehen“ widmet sie sich jedenfalls postmortalen Gefühlen und Stoffen mit lebensverlängernder Wirkung.

Die Reihe der Erstaufführungen, die das Theater Kosmos auszeichnet, wird mit „Tod eines Komikers“ des irischen Autors Owen McCafferty fortgesetzt. Das Stück über menschliche Gier weist auch eine Besonderheit in der Besetzung auf. Dominique Horwitz, auch bestens bekannt als Chansonnier und Autor, übernimmt die Hauptrolle und die Inszenierung, die Vorarlberger Band „Lintu“ steht gemeinsam mit Sängerin und Komponistin Heidi Caviezel auf der Bühne.

Kooperation

Alles in allem, das heißt für die großen Produktionen, die jungen Stücke im von Stephan Kasimir geleiteten „Kosmodrom“, für zahlreiche Konzerte und Lesungen, für die Vorstadtspiele und Gastspiel- wie Wettbewerbskooperationen mit mehreren österreichischen Mittelbühnen, wird das Theater Kosmos vom Land Vorarlberg mit 277.000 Euro, von der Stadt Bregenz mit 122.000 Euro und vom Bund mit 120.000 Euro subventioniert. Damit will man, wie es Jagg gegenüber den VN ausdrückt, möglichst viel Existenzielles mit möglichst viel Komödiantischem darbieten.

In den letzten zwanzig Jahren hat man übrigens 40 Uraufführungen realisiert und immerhin 36 österreichische Erstaufführungen gezeigt.

Wir versuchen, viel Existenzielles mit möglichst viel Komödiantischem darzubieten.

Augustin Jagg

Theater Kosmos 2017

„Der Frauentourist“

von Monika Helfer

Uraufführung, Premiere: 9. Februar

„Die Ermordung Bruno Kreiskys“

von Wolfgang Mörth

Uraufführung, Premiere: Frühjahr

„Trilliarden – Die Angst vor dem Verlorengehen“

von Ingrid Lausund

Premiere, Herbst 2017

„Tod eines Komikers“

von Owen McCafferty

Deutschsprachige Erstaufführung, Premiere: Herbst 2017

Kosmosdrom-Weekends

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