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Hochwasserschutz: Der Rhein wartet nicht

Der Rhein wartet nicht mit dem nächsten Hochwasser, bis die dringend erforderlichen Maßnahmen fertiggestellt sind.   Foto: ajk

Der Rhein wartet nicht mit dem nächsten Hochwasser, bis die dringend erforderlichen Maßnahmen fertiggestellt sind.  Foto: ajk

Fußach will raschen Hochwasserschutz – Kritik an Schweizer Einsprüchen.

Fußach. (ajk) „Mit starkem Hochwasser oder Überschwemmungen muss jederzeit gerechnet werden“, so Bürgermeister Ernst Blum bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Fußach. Er bedauert, dass ein Beharren auf die Dammaufweitung sowie Einsprüche aus der Schweiz die Umsetzung des Rhesi-Projektes verzögern. Bürgermeister Blum (FWG) berichtete den Mandataren über ein Gespräch mit Dr. Markus Mähr, dem Leiter des Rhesi-Projektes.

Wiesen nicht zum Verkauf

Nach wie vor werde die Aufweitung der Außendämme betrieben. Dafür sind im Raum Hard-Fußach allerdings landwirtschaftliche Gründe erforderlich, die sich in Privatbesitz befinden. Dr. Mähr will weitere Gespräche mit den Grundbesitzern führen. Allerdings denken etliche Besitzer nicht daran, sich diese Wiesen abkaufen zu lassen. Ersatzgründe für einen Grundtausch sind ebenfalls nicht in Sicht. Zudem verunsichern Berichte über Einsprüche von Schweizer Naturschutzorganisationen (WWF und Pro Natura) die Bevölkerung, wie Bgm. Blum erläuterte.

Die VN hatten berichtet, dass von Schweizer Seite Einspruch gegen Probebohrungen zur Absicherung der Wasserversorgung erhoben worden sei. Schweizer Gemeinden und auch Höchst wollen bekanntlich sichergehen, dass ihre Trinkwasserversorgung durch das Rhesi-Projekt nicht beeinträchtigt wird. Die Probebohrungen sollten dazu beitragen. Weil der Rhein nicht wartet, sollten auch die Notfallmaßnahmen für den Fall einer Überschwemmung vorangetrieben werden. Jörg Blum und Thomas Bösch (ÖVP) wollten von Blum wissen, ob sich in diesen Fragen etwas bewegt. Bei einer Überschwemmung des Rheintals stehe auch das Feuerwehrhaus unter Wasser. Der Fußacher Bürgermeister setzt darauf, dass der für diese Planung bestellte Projektleiter die  Vorgangsweise beschleunigt.

Pumpensanierung verzögert

Verzögerungen gibt es auch beim Vorhaben für mehr Hochwasserschutz am Polderdamm. Dort müssen die bestehenden Pumpwerke dringend aufgerüstet werden. Nun hat auch die Naturschutzanwältin ihre Stellungnahme abgeliefert. Im Gegensatz zu allen anderen Fachleuten sei ihre Stellungnahme negativ, berichtete Ernst Blum. Die Spezialpumpen müssen eigens bestellt werden. Ernst Blum als Obmann des zuständigen Wasserverbandes hofft, dass die ersten neuen Pumpen im Pumpwerk Gaißau im Winter 2017/18 montiert werden können. Dann wird auch die elektronische Steuerung an den aktuellen Stand angepasst.

Zu wenig Kalk in der Bucht

Zudem soll Bodenseewasser unter dem Polderdamm gepumpt werden, um die Streuwiesen bei Trockenheit feucht zu halten. Das Bodenseewasser sei aber angeblich nicht kalkhaltig genug. Deshalb werde jetzt überlegt, Wasser bei Bedarf aus Richtung Salzmann in das Naturschutzgebiet zu leiten, weil das wohl mehr Kalk enthalte. Der Wasserverband hat es allerdings abgelehnt, die Verantwortung für dieses Projekt zu übernehmen.

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