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Gemeinden wollen den Radweg durchs Ried

Lustenau und Hofsteiggemeinden machen Druck für gemeinsamen Radweg.

Lustenau, Lauterach. (VN-pes) Wer mit dem Fahrrad zwischen Lustenau und den Hofsteiggemeinden hin und her fahren möchte, der muss Zeit und Nerven mitbringen. Eine gute Fahrradverbindung durch das Ried fehlt schlicht, man muss entweder weite Umwege oder die Fahrt über verkehrsreiche Autostraßen in Kauf nehmen.

Doch der Wunsch nach solch einem Weg ist da, zuletzt regte ein Nutzer im Vorarlberger Bürgerforum einen Radweg Lustenau-Wolfurt an. „Die Radwege-Infrastruktur zwischen Lustenau und dem Hofsteig ist derzeit völlig unbefriedigend“, sagt Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer auf VN-Nachfrage. „Mit meiner Familie würde ich nicht über die Senderstraße radeln“, bestätigt sein Lauteracher Amtskollege Elmar Rhomberg die Problematik.

Die gute Nachricht: Beim Land hat man gerade begonnen, eine solche Verbindung anzupeilen, auch bei den betroffenen Gemeinden ist man Feuer und Flamme. Das Problem: Im Lauteracher Ried macht der Naturschutz Verkehrsmaßnahmen schwierig.

Natura-2000-Gebiet

Wie die beiden Rathauschefs ist man zwar beim Land Vorarlberg grundsätzlich offen für die Idee einer Radverbindung Lustenau-Hofsteig, weist jedoch auch auf das Hauptproblem hin: „Fast das ganze Lauteracher Ried ist
Natura-2000-Gebiet“, erklärt Radwege-Koordinatorin Anna Schwerzler.

Gemeinden wollen Lösung

Bei den Gemeinden drängt man auf eine Lösung: „Wir arbeiten seit Jahren an einem solchen Radweg“, sagt Bürgermeister Elmar Rhomberg. Auch eine Trasse hat man sich im Lauteracher Rathaus bereits ausgedacht: Vom Jannersee über die Sackstraße zur Dornbirner Ache könnte der Radweg führen, um dann über eine – noch zu bauende – Fahrradbrücke direkt in das Lustenauer Radwegenetz zu münden.

„Die Grundablöse haben wir bereits geregelt“, sagt Rhomberg. Er möchte die Strecke staubfrei machen, also befestigen. „Wir wollen eine naturverträgliche Tränkdecke aufbringen“, keinen Asphalt, sondern eine wasserdurchlässige Oberfläche.

Die Krux an der Idee: Im Natura-2000-Gebiet dürfte selbst das nicht erlaubt sein. Doch erst wenn die Frage geklärt ist, ob der Weg befestigt werden darf, will Rhomberg über eine Radbrücke über die Dornbirner Ache nachdenken. Er hofft, dass sich ein Kompromiss finden lässt. Das Verfahren für die von ihm bevorzugte Trasse ist bei der BH Bregenz anhängig.

Über weitere Optionen wird Mitte Dezember offiziell diskutiert: Dann treffen sich die Bürgermeister der Anrainergemeinden und des Rheindeltas mit den Radwegkoordinatoren und den zuständigen Landesräten Johannes Rauch (Umwelt, Mobilität) und Karl-Heinz Rüdisser (Verkehr) zur Beratung über einen Radweg.

Die Radwege-Infrastruktur zwischen Lustenau und Hofsteig ist völlig unbefriedigend.

Kurt Fischer Bgm. Lustenau
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