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Die Gebühren werden 2017 deutlich erhöht

von Josef Hagen
Der Kanalbau verschlingt in Dornbirn Jahr für Jahr rund vier Millionen Euro. Foto: STD

Der Kanalbau verschlingt in Dornbirn Jahr für Jahr rund vier Millionen Euro. Foto: STD

Dornbirn braucht Geld, um Arbeiten am Kanalnetz zu finanzieren.

Dornbirn. (ha) Auf der letzten Sitzung beschloss die Stadtvertretung, die Gebühren für städtische Dienstleistungen zu erhöhen. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt bedeutet dies zusätzliche 16,34 Euro pro Jahr.

Die gute Meldung zuerst: Die Abfallgebühren werden sogar etwas verringert, auch weil die Grundentgelte seit drei Jahren gleich geblieben sind. Dafür müssen die Bürger 2017 mit einer höheren Rechnung für die Abwasserentsorgung rechnen. Mit den Mehreinnahmen werden jährliche Indexsteigerungen abgedeckt, Erneuerungen des Wasser- und Kanalnetzes oder auch Neuerschließungen von Betriebsgebieten finanziert. „Die dafür anfallenden Kosten müssen laut Gesetz über Gebühren finanziert werden“, bittet Bürgermeisterin Andrea Kaufmann um Verständnis. Daran sei nicht zu rütteln, bestätigt Tiefbaustadtrat Gebhard Greber, zuständig für Wasser und Kanal: „Die Einnahmen aus den Gebühren werden ausschließlich für notwendige Maßnahmen zur Erhaltung der Versorgungseinrichtungen verwendet.“

Und da ist viel zu tun: Allein für den Neubau von Kanälen in Betriebsgebieten muss nächstes Jahr eine Millionen Euro lockergemacht werden, die Sanierung maroder Leitungen kostet drei Millionen. Und von denen gibt es in Dornbirn mehr als genug, denn die Stadt gehörte zu den ersten Kommunen des Landes, die Abwasserkanäle verlegte. Die in die Jahre gekommenen Leitungen müssen Schritt für Schritt auf Vordermann gebracht werden. „Würden wir nicht laufend sanieren, wäre das eine Verschwendung von Volksvermögen“, betont Greber. Auch die Trinkwasserversorgung kostet die Stadt Geld: Ein Beispiel ist die Erneuerung der Wasserleitung zur Quellableitung aus dem Ebnitertal im Bereich Alploch.

Umstellung

Änderungen gibt es auch bei der Abfallverordnung. Als Erleichterung für Einpersonen-Unternehmen, die ihre Geschäfte im eigenen Haushalt abwickeln, wurde die bisher vorgeschriebene erhöhte Grundgebühr gestrichen. Auf Empfehlung des Arbeitsinspektorates werden in Zukunft die 60-Liter-Abfallsäcke abgeschafft und durch 40-Liter-Säcke ersetzt. Dadurch soll die Belastung der Mitarbeiter des Werkhofs beim Beladen der Müllfahrzeuge reduziert werden.

Die Gebührenerhöhungen wurden von der Stadtvertretung gegen die Stimmen der FPÖ mehrheitlich beschlossen. „Alternativen können die Freiheitlichen allerdings keine vorlegen“, wundert sich Greber über deren Abstimmungsverhalten.

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