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Atriumhaus

In eine silbergrau schimmernde Holzfassade gehüllt, ist die Kleinwohnanlage in Altenstadt um einen hellen Innenhof angeordnet, der nicht nur als Erschließungszone dient, sondern vor allem einen einladenden und kommunikativen Aufenthaltsraum für die Hausgemeinschaft bildet. Autor: Julia Ess | Fotos: Petra Rainer

us einem von der Firma ZIMA ausgeschriebenen Architekturwettbewerb ging der Beitrag des Feldkircher Architekturbüros Atelier Rainer + Amann als Siegerprojekt hervor. Ihr außergewöhnlicher Entwurf einer Wohnanlage rund um ein Atrium und in Holzmischbauweise wurde von der Jury damals einstimmig als umzusetzendes Projekt empfohlen.

In der Mitte der Ostfassade des dreigeschoßigen Gebäudes liegt der Zugang, welcher direkt in das Atrium führt. Dieses dient der Erschließung aller Wohneinheiten und bildet einen attraktiven Aufenthalts- und Kommunikationsbereich. Die Wohnungen gruppieren sich u-förmig um den langgezogenen Innenhof. Im südlichen Teil des Atriums liegt die Treppenanlage, welche um den Lift herum in die Obergeschoße führt. Der Zugang zu den einzelnen Wohnungen erfolgt über brückenartige Stege, die komplett in Holz ausgeführt sind. Glasgeländer erhalten die Weite des Atriums. Jeweils vor den Wohnungseingängen besitzt die Nordfassade transluzente Paneele, um den Eingangsbereich vor Regen und Schnee zu schützen.

Die Nordseite des Innenhofs ist mit Holzlamellen versehen, die als Sicht- und Wetterschutz dienen und gleichzeitig reichlich Licht und Luft in das Atrium lassen. Der gesamte Innenhof wird von Holzbalken überspannt, auf denen die Dachverglasung aufliegt. Dieses Glasdach ist nach oben abgesetzt, sodass Wärme entweichen kann und zusammen mit der offenen Lamellenfassade im Norden eine Querlüftung möglich ist. Der Schattenwurf der Balken wandert mit dem Sonnenlauf mit und verleiht dem Atrium zu jeder Stunde eine anderes Aussehen.

Die 14 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind nach Osten, Süden und Westen orientiert und verfügen über großzü-
gige überdachte Balkone bzw. Terrassen mit Privatgärten. Im Untergeschoß sind die Tiefgarage, Kellerabteile, ein Hauswirtschaftraum und ein Technikraum untergebracht.„Alle untergeordneten Bereiche wie Fahrradraum, Müllraum und Tiefgaragenabfahrt sind in das Gebäudevolumen integriert. Es gibt außen keinen offenen Müllplatz und keine Vordächer, unter denen die Fahrräder stehen“, erklärt Architekt Eckhard Amann. Dadurch sehen die gemeinschaftlichen Außenflächen sehr „aufgeräumt“ aus.

Kleinkinder- und Kinderspielplatz sind an der Nordseite zusammengefasst und teilweise überdacht. Der Zugang erfolgt über das Atrium, das bei schlechtem Wetter auch als Spielfläche genutzt werden kann.

Decken, Wohnungstrennwände und das Untergeschoß sind als Massivbau in Stahlbeton ausgeführt; die Außenwände werden von vorgefertigten Holzfassadenelementen gebildet. Vertikal angeordnete Holzlatten unterschiedlicher Breite verkleiden die Wände und Balkonbrüstungen. Das sägeraue, in silbergrauem Ton dreifach lasierte Fichtenholz wirkt sehr ruhig, edel und fein. Die Laubengänge und Decken im Atrium sind aus Massivholzplatten.

Die zum Innenhof orientierten Fassaden sind einfach lasiert und schimmern ebenfalls leicht silbergrau wie die Außenfassaden. Zusammen mit dem Hellgrau des Sichtbetons und der Fassadenplatten sowie dem Schwarz der Eingangstüren und Stiegengeländer entsteht ein fein komponiertes, zurückhaltendes Farbkonzept. Die Fugen zwischen den Fichtenlatten im Innenhof sind etwas breiter als draußen und haben dadurch eine schalldämmende Wirkung.

„Es war uns sehr wichtig, im Atrium eine angenehme Akustik zu schaffen und alle Räume der Wohnungen natürlich zu belichten“, so der Architekt. Schall wird außerdem vermieden, indem die massiven Betonwände der Nebenräume mit Dämmplatten verkleidet sind und eine vorgelagerte Holzlamellenstruktur besitzen.

Einige Räume (meistens Bad und Küche) werden über das Atrium belichtet, sodass es keine innen liegenden Zimmer gibt. Als Sichtschutz kann man bei Bedarf außen liegende Jalousien herunterlassen.

Insgesamt bildet das Atrium einen angenehmen gemeinschaftlich genutzten Außen-/Innenraum im Herzen der Mehrfamilienwohnanlage. Seine Gestaltung lädt zum Verweilen und Kommunizieren ein und fördert dadurch das soziale Miteinander.

<p>Schall im Atrium wird vermieden, indem die massiven Betonwände der Nebenräume mit Dämmplatten verkleidet sind und eine vorgelagerte Holzlamellenstruktur besitzen.</p><p />

Schall im Atrium wird vermieden, indem die massiven Betonwände der Nebenräume mit Dämmplatten verkleidet sind und eine vorgelagerte Holzlamellenstruktur besitzen.

<p>Der gesamte Innenhof wird von Holzbalken überspannt, auf denen die Dachverglasung aufliegt. Der Schattenwurf der Balken wandert mit dem Sonnenlauf mit und verleiht dem Atrium zu jeder Stunde eine anderes Aussehen.</p>

Der gesamte Innenhof wird von Holzbalken überspannt, auf denen die Dachverglasung aufliegt. Der Schattenwurf der Balken wandert mit dem Sonnenlauf mit und verleiht dem Atrium zu jeder Stunde eine anderes Aussehen.

<p>Das Glasdach ist nach oben abgesetzt, sodass Wärme entweichen kann und zusammen mit der offenen Lamellenfassade im Norden eine Querlüftung möglich ist.</p><p />

Das Glasdach ist nach oben abgesetzt, sodass Wärme entweichen kann und zusammen mit der offenen Lamellenfassade im Norden eine Querlüftung möglich ist.

<p>Der Zugang zu den einzelnen Wohnungen erfolgt über brückenartige Stege, die komplett in Holz ausgeführt sind. Glasgeländer erhalten die Weite des Atriums.</p>

Der Zugang zu den einzelnen Wohnungen erfolgt über brückenartige Stege, die komplett in Holz ausgeführt sind. Glasgeländer erhalten die Weite des Atriums.

<p>Jeweils vor den Wohnungseingängen besitzt die Nordfassade transluzente Paneele, um den Eingangsbereich vor Regen und Schnee zu schützen.</p>

Jeweils vor den Wohnungseingängen besitzt die Nordfassade transluzente Paneele, um den Eingangsbereich vor Regen und Schnee zu schützen.

<p>U-förmig Die Wohnungen gruppieren sich u-förmig um den langgezogenen Innenhof, der sich nach Norden hin öffnet.</p>

U-förmig Die Wohnungen gruppieren sich u-förmig um den langgezogenen Innenhof, der sich nach Norden hin öffnet.

<p>Freiflächen Die 14 Eigentumswohnungen verfügen über großzügige überdachte Balkone bzw. Terrassen mit Privatgärten.</p>

Freiflächen Die 14 Eigentumswohnungen verfügen über großzügige überdachte Balkone bzw. Terrassen mit Privatgärten.

<p>Die zum Innenhof orientierten Fassaden sind einfach lasiert und schimmern leicht silbergrau. Zusammen mit dem Hellgrau des Sichtbetons und der Fassadenplatten sowie dem Schwarz der Eingangstüren und Stiegengeländer entsteht ein fein komponiertes, zurückhaltendes Farbkonzept.</p>

Die zum Innenhof orientierten Fassaden sind einfach lasiert und schimmern leicht silbergrau. Zusammen mit dem Hellgrau des Sichtbetons und der Fassadenplatten sowie dem Schwarz der Eingangstüren und Stiegengeländer entsteht ein fein komponiertes, zurückhaltendes Farbkonzept.

<p>Die Gärten der Erdgeschoßwohnungen sind erstaunlich großzügig gestaltet.</p><p />

Die Gärten der Erdgeschoßwohnungen sind erstaunlich großzügig gestaltet.

<p>Zugang In der Mitte der Ostfassade liegt der Zugang zur Wohnanlage. Vorbei am Fahrradraum gelangt man direkt in das Atrium.</p>

Zugang In der Mitte der Ostfassade liegt der Zugang zur Wohnanlage. Vorbei am Fahrradraum gelangt man direkt in das Atrium.

<p>Atrium Die Nordseite des Innenhofs ist mit lasierten Holzlamellen versehen, die als Sicht- und Wetterschutz dienen und gleichzeitig reichlich Licht und Luft in das Atrium lassen.</p>

Atrium Die Nordseite des Innenhofs ist mit lasierten Holzlamellen versehen, die als Sicht- und Wetterschutz dienen und gleichzeitig reichlich Licht und Luft in das Atrium lassen.

Es war uns sehr wichtig, im Atrium eine angenehme Akustik zu schaffen und alle Räume der Wohnung natürlich zu belichten.

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