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Oleg Popow, ein letzter großer Clown, ist tot

rostow. Einen herzlicheren Abschied hätte sich der russische Clown Oleg Popow kaum wünschen können. Mitreißend und herzerweichend wie eh und je fing der 86-Jährige bei einem Gastspiel in seiner russischen Heimat die Sonnenstrahlen in einem Korb ein – eine seiner beliebtesten Nummern. Das war am Sonntag, am Mittwochabend starb Popow an Herzversagen. „Russlands Charlie Chaplin“, „Hans im Glück“, „der heitere Clown“ – strahlende Umschreibungen hat Oleg Popow in seinen mehr als 60 Jahren in der Manege erworben. Die schwarz-weiß karierte Ballonmütze, die strohblonde Perücke und die knallrote Pappnase waren sein Markenzeichen. Akrobatik wie eine Seiltanznummer gehörten ebenso zu seinem Repertoire wie Albernheit und Parodie. Mit poetischen Sketchen und einem feinen Blick fürs Menschliche erlangte er internationale Berühmtheit. In der Sowjetunion nahm Popow eine zweideutige Position ein. Einerseits wurde er als Volkskünstler gefeiert, andererseits parodierte er auch das Politbüro. Mitglied der KP wurde Popow, der viele Jahre in Deutschland lebte, nie.

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