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VN-Interview. Pete Agnew (70), Sänger und Bassist von Nazareth

50 Jahre Hard Rock und noch kein bisschen müde

von Tanja Güfel
Gründungsmitglied Pete Agnew (r.) mit dem neuen Frontsänger Carl Sentance. Foto: Veranstalter

Gründungsmitglied Pete Agnew (r.) mit dem neuen Frontsänger Carl Sentance. Foto: Veranstalter

Die schottische Band Nazareth plant ein neues Album mit Frontsänger Carl Sentance.

Dornbirn. Nazareth prägten nach ihrer Gründung 1968 gemeinsam mit Bands wie Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath maßgeblich die Stilrichtung des Hard Rock. Mit über 60 Millionen verkauften Tonträgern sind sie neben den Simple Minds die erfolgreichste Rockband Schottlands aller Zeiten. Am Sonntag sind sie zu Gast in Dornbirn. Bassist Pete Agnew spricht mit den VN über vergangene Zeiten und verrät, dass die Band wieder Pläne für ein neues Album hat.

Seit 1968 hat Eure Band über 20 Studioalben veröffentlicht. Wie hat sich Eure Stilrichtung verändert?

Agnew: Wir haben uns nie auf einen Stil festgelegt. Nazareth war immer schon vielseitig. Das ist auch heute noch so. Ich denke, das ist auch der Grund, warum es die Band schon so lange gibt. Wir haben die Abwechslung gesucht. Uns und den Fans wurde nie langweilig.

Glauben Sie, dass Hard Rock heute noch genauso bedeutend ist wie in den 70er- oder 80er-Jahren?

Agnew: In diesem Sommer haben wir auf vielen Festivals vor jungen Leuten gespielt. Hard Rock an sich hat sich nicht verändert. Es gibt nur eine neue Generation an Rockbands, was ich toll finde. Wenn ich junge Leute mit einem Motörhead-T-Shirt sehe, merke ich, dass der Hype um dieses Genre keineswegs verschwunden ist. Er zeigt sich nur in einem anderen Gesicht.

Sie stehen selbst schon jahrzehntelang auf der Bühne, sind als einziges Gründungsmitglied noch in der Band. Denken Sie auch manchmal ans Aufhören?

Agnew: Musiker können sich generell sehr glücklich schätzen. Wir dürfen machen, was wir lieben und verdienen dabei noch unseren Lebensunterhalt. Aber auch wenn ich dafür nicht bezahlt würde, würde ich aus Spaß auf der Bühne stehen. Das Anstrengende am Beruf ist das viele Reisen. Ich wäre glücklich, wenn ich in meinem Leben nie wieder einen Flughafen sehen müsste, das wäre wundervoll (lacht).

Also gibt es schon neue Pläne?

Agnew: Ja, nächstes Jahr stehen einige Konzerte in Kanada, Brasilien und Russland an. Außerdem haben wir vor ein paar Tagen beschlossen, dass wir ein Album mit unserem neuen Frontsänger Carl Sentance aufnehmen. Mit diesem Projekt starten wir Ende Jänner. Das Album wird dann hoffentlich Ende Mai veröffentlicht.

Seit einem Jahr seid Ihr nun mit Carl Sentance unterwegs. Stimmt die Chemie?

Agnew: Absolut. Dan McCafferty hatte eine einzigartige Stimme. Als er ausstieg, wollten wir jemanden finden, der komplett anders klingt und keine Kopie von Dan ist. Als wir Carl gehört haben, wussten wir sofort, dass er der Richtige ist. Er brachte etwas Neues und Frisches in die Band. Die Fans haben durchwegs sehr positiv reagiert. Wir hoffen, es gefällt auch dem Dornbirner Publikum.

Nazareth gastieren am Sonntag, 20. November, um 20 Uhr im Conrad Sohm in Dornbirn.

Zur Person

Pete Agnew

Gründungsmitglied, Bassist und Sänger von Nazareth

Geboren: 14. 9. 1946, England

Laufbahn: gründete 1968 die Band Nazareth, Bandmitglieder: Carl Sentance, Jimmy Murrison, Lee Agnew

Alben: 23 Studioalben, größte Hits „Love Hurts“, „This Flight Tonight“, „Dream on“

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