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Traditionsreicher Klangkörper stellte junge Musikerin in den Vordergrund

Eva-Maria Pfanner überzeugte am Cello. Foto: Musikfreunde

Eva-Maria Pfanner überzeugte am Cello. Foto: Musikfreunde

Orchester der Musikfreunde betreibt kontinuierliche, erfolgreiche Nachwuchspflege.

Bregenz. (WK) Über 100 Jahre Geschichte in den Instrumentenkoffern, damit gehört das Orchester der Musikfreunde Bregenz zu den traditionsreichen Kulturträgern der Landeshauptstadt. Der gehobene Amateurklangkörper begnügt sich bei den jährlich zwei Konzerten nicht mit behaglicher Selbstreflexion, vielmehr wird seit Jahren eine gute Tradition gepflegt, nämlich herausragenden Nachwuchsmusikern aus dem Land die Möglichkeit für Erfahrung im Zusammenspiel mit einem Orchester sowie für erste Solo-Auftritte vor Publikum zu bieten. Diesem bewährten Muster ist Samstagabend im Kornmarkttheater unter dem Motto „Licht für die Seele“ auch das Herbstkonzert der Musikfreunde gefolgt.

Umsichtig und unaufgeregt geleitet von Hansjörg Gruber, konzertierten – generationsübergreifend – rund 50 Musikerinnen und Musiker. Der Clou des Abends war das Wiedersehen und -hören mit der aus Feldkirch stammenden Cellistin Eva-Maria Pfanner (25), die bereits vor zehn Jahren zusammen mit anderen musikalischen Talenten bei den Musikfreunden aufgetreten und positiv aufgefallen war. Mittlerweile hat die junge Cellistin u.a. bei Clemens Hagen an der Hochschule Mozarteum in Salzburg studiert und in der Mozartstadt mit Bravour den Bachelor erworben. Neben diversen internationalen Konzerttätigkeiten absolviert die vielfache Preisträgerin derzeit an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ ihr Master-Studium.

Sehr gute Strichtechnik

Mit viel Verve und grandioser Musikalität interpretierte Eva-Maria Pfanner den Solopart im Konzert für Violoncello und Orchester B-Dur von Luigi Boccherini (1743-1805). Die vom Komponisten notierten Feinheiten spielte die junge Vorarlbergerin mit Bravour und setzte im Adagio auch die vom sächsischen Cello-Pädagogen Friedrich Grützmacher (1832–1902) nachkomponierten Schwierigkeiten mit sehr guter Strichtechnik um. Für den anhaltenden Beifall bedankte sich Pfanner mit der „Sarabande“ aus der ersten Suite von Johann Sebastian Bach.

Mit Bach hatte der ansprechende Konzertabend auch begonnen, nämlich der kompakten Sinfonia B-Dur op.18/2 von Johann Christian Bach (1735–1782). Das erfrischende Werk des jüngsten Bach-Sohnes wirkte quasi als musikalischer Appetitanreger vor dem Soloauftritt von Eva-Maria Pfanner.

Im zweiten Teil des Abends wagten sich die Musikfreunde an die Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93 von Ludwig van Beethoven (1770–1827). Insbesondere im zweiten Satz (Allegretto scherzando) machte sich die Probenarbeit mit Hansjörg Gruber bemerkbar, verspürte man doch tatsächlich das gleichmäßige Tick-Tack des damals (von Johann Nepomuk Mälzel) gerade erfundenen Metronoms.

Im kommenden Jahr feiern die Musikfreunde Bregenz am 13. Mai
das 110-jährige Bestehen:
www.musikfreunde-bregenz.at

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