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Variationsreichtum unter Freunden

Mikael Fagerlund passt perfekt ins Programm der Galerie.  Foto: C.art

Mikael Fagerlund passt perfekt ins Programm der Galerie. Foto: C.art

Die Galerie c.art zeigt Arbeiten des finnischen Künstlers Mikael Fager­lund im Verbund mit Gleichgesinnten.

DORNBIRN. (ag) Der 1955 im finnischen Ekenäs geborene Mikael Fagerlund, der in Stockholm Kunst studiert hat, gilt als einer der führenden Vertreter der konkreten Kunst in Schweden und passt mit diesem Profil perfekt ins Programm der Dornbirner Galerie c.art.

Punkte und Streifen

Form, Oberfläche, Farbe bzw. Licht sowie Schatten sind die malerischen Kriterien, an denen sich die Bildobjekte von Mikael Fagerlund messen. Das viel zitierte „schwarze Quadrat“ von Malewitsch bildet neben der konkreten Kunst ebenso einen Bezugspunkt für das Schaffen des Schweden wie die Minimal Art, wenn sich bunte Punkte, Farbbahnen oder zu Rastern arrangierte Farbstreifen auf Plexiglaskörpern versammeln. Transparenz und Durchblicke zulassend, von verschiedenen Seiten immer wieder neue Einsichten ins Bild gewährend, ist den Arbeiten von Mikael Fagerlund bei aller Strenge in der Wahl und der Reduktion der Mittel stets eine gewisse, fast spielerische Leichtigkeit eigen. Die drückt sich auch in den unzähligen Varianten aus, die der Künstler nicht müde wird durchzuspielen, vom Tondo übers Quadrat bis hin zu einer Dreierfolge von langen „Bild-Stäben“. Rationalität contra Fantasie? Auch als Betrachter erfreut man sich am Variationsreichtum. Dennoch tut die Ergänzung der neuen und neuesten Werke Fagerlunds um eine Auswahl von Künstlern, die unter dem Zusatz „and friends“ agieren, gut.

Winterblumen

Wobei es sich bei den „friends“ nicht um einen Freundeskreis im engeren Sinn handelt, als vielmehr um Gleichgesinnte und Seelenverwandte in Sachen Kunst, die in irgendeiner Konstellation schon einmal irgendwo miteinander ausgestellt haben. Analogien ergeben sich im Zusammenspiel mit den Lichtarbeiten und der Malerei, die Räume und Perspektiven öffnet, der Dornbirner Künstlerin Miriam Prantl, aber auch mit den Streifenbildern des Franzosen Cedric Teisseire, der die Farbe mit einer Spritze aufträgt und in der Vertikalen über den Bildrand hinaus fließen lässt. Neben schönen Arbeiten auf Papier des aus dem Kosovo stammenden, in Bregenz lebenden Rafet Jonuzi, die die Entwicklung des Universums aus dem Urknall thematisieren, sorgen vor allem die Skulpturen von Markus Hofer mit ihrem Bild- und Wortwitz für ein Schmunzeln. Handfest und doch subtil, lässt der oberösterreichische Künstler, der Magier unter den Bildhauern, Farbe durch die Luft fließen oder eine seltene „Winterblume“ aus einem Topf sprießen.

Die Ausstellung ist in der Galerie
c.art, Marktstraße 45, Dornbirn, bis 3. Dezember geöffnet, Di bis Fr, 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Sa, 10 bis 12 Uhr.

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