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Sigmund Freud und Franz Ferdinand sind auch dabei

von Christa Dietrich
Ernst M. Binder (Libretto, Regie), Zesses Seglias (Musik), Jakob Kolding (Bühne) und Vibeke Andersen (Kostüme) im KUB.  Foto: BF/Köhler

Ernst M. Binder (Libretto, Regie), Zesses Seglias (Musik), Jakob Kolding (Bühne) und Vibeke Andersen (Kostüme) im KUB. Foto: BF/Köhler

Auf Virginia Woolf basierend, hat die Festspiel-Uraufführung doch einiges mit Österreich zu tun.

Bregenz. (VN-cd) Ja genau, jener Franz Ferdinand ist gemeint, dessen Ermordung in Sarajewo schließlich zur Kriegserklärung führte, die der reformunwillige greise Monarch von Österreich-Ungarn nicht mehr zu umgehen wusste. Was das mit dem Familienroman „To the Lighthouse“ von Virginia Woolf zu tun hat, der die Basis für die gleichnamige Opernproduktion bietet, die die Bregenzer Festspiele seit eineinhalb Jahren vorbereiten, werden wir spätestens bei der Uraufführung wissen.

Aber immerhin, das Publikum am Entstehen einer Oper teilhaben zu lassen, zählt zu den besten Ideen, die Intendantin Elisabeth Sobotka aus Graz übernommen hat. Die „Einblicke“, die jeweils im Abstand von mehreren Monaten gewährt werden, erweisen sich mittlerweile als unterhaltsame Angebote. Jener, der jüngst wiederum im Domizil des Koproduktionspartners, dem Kunsthaus Bregenz stattfand, hätte durchaus länger dauern können. Dramaturg Olaf A. Schmitt fungierte als brillanter Referent und Jakob Kolding, jenen Künstler aus Dänemark, der für die Bühne verantwortlich ist, dürfte das Publikum bereits ins Herz geschlossen haben.

Auf Magrittes „Ceci n’est pas une pipe“ anspielend, ist ein Baum auf der Bühne für ihn nur ein Zeichen für einen Baum. Dass er dennoch eine Verbindung zu Woolfs Biografie aufweist, wissen wir nun, auch auf die Lebenszeit der Schriftstellerin (1882-1941) und die Bohemiens der Bloomsbury Group dürfen wir uns einlassen. Boten die Attitüden der Protagonisten doch ebenso Inspiration für Kolding und Kostümbildnerin Vibeke Andersen wie besagte Katastrophen im frühen 20. Jahrhundert und Sigmund Freud. Und von der Musik von Zesses Seglias gibt es wohl beim nächsten „Einblick“ zu hören.

Die Uraufführung findet am 16. August 2017 im Rahmen der Bregenzer Festspiele statt.

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