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Zum Hitlerhaus in Braunau

Bei der Frage, ob Hitlers Geburtshaus in Braunau abgerissen werden soll oder nicht, scheiden sich die Geister. FOTO: AFP

Bei der Frage, ob Hitlers Geburtshaus in Braunau abgerissen werden soll oder nicht, scheiden sich die Geister. FOTO: AFP

Sehr geehrter Herr Innenminister Sobotka, sehr geehrte Historikerkommission des BMI, ich bin sehr angetan von Ihrer Erkenntnis der historischen Bedeutung dieses Hauses für die österreichische Gesellschaft und von Ihrer Mühe, über die Zukunft des Geburtshauses von Adolf Hitler eingehend nachzudenken. Dass die Angst vor der Entwicklung zu einer Pilgerstätte für Neonazis nun zur Entscheidung führt, den „Wiedererkennungswert“ auszulöschen, verwundert allerdings. Noch mehr verwundert, dass der Wert dieses Hauses – seine Symbolkraft – nicht genutzt, sondern zerstört werden soll. Die Tatsache, dass einer der größten Verbrecher und Kriegstreiber der Menschheitsgeschichte hier in Österreich nicht nur geboren, sondern auch sozia­lisiert und als Muttersohn, Problemschüler, unsportlicher Pseudokunststudent und Wehrdienstverweigerer aufgewachsen ist und seine paranoiden Weltvorstellun­gen erworben hat, ist allzu wenigen Österreichern bewusst. Und vor allem, wie gewöhnlich die Anfänge des späteren Trommlers gegen das Establishment und das demokratische System jener Zeit war. Also, lieber Minister, bitte belassen Sie das Gebäude mit seinem Wiedererkennungswert als Chance, aus der Geschichte zu lernen! Oder lassen Sie weiter die Lebenshilfe oder Flüchtlinge – all das, was Hitler als Abschaum verachtete –, als Strafe oder Lehre für alle Ewiggestrigen nationalistischen und populistischen Österreicher dort wohnen. Oder nutzen Sie es als biografisches ­Antifaschismusmuseum Adolf Hitler zu ehren – damit alle Österreicher daraus lernen mögen.

Dr. med. Klaus Begle,
Bergstraße 5c,
Hohenems

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