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Abstimmung zu Wärmeprojekt in Gaschurn

VN-Bericht vom 14. November 2016

VN-Bericht vom 14. November 2016

Die Bevölkerung von Gaschurn hat die Haftungsübernahme der Gemeinde für das Wärmeprojekt in einer Volksabstimmung mehrheitlich abgelehnt. 60 Prozent der Abstimmenden waren dagegen. 40 Prozent haben die Haftungsübernahme jedoch befürwortet. Dieses Ergebnis ruft nach einem fairen Kompromiss. Nachdem das Wärmeprojekt grundsätzlich ein sinnvolles Vorhaben ist, sollte man auch das Befürworter-Votum entsprechend würdigen. Dies könnte wie folgt aussehen: Die Gemeinde übernimmt ein Drittel der Haftung. Ein weiteres Drittel übernehmen diejenigen, die an die Fernwärme anschließen können. Und schließlich verhandeln die Betreiber mit den VIW und den Bergbahnen bzgl. der Übernahme des letzten Drittels. Beide Unternehmen sind mit ihren Anlagen auf dem Gemeindegebiet von Gaschurn mehr als präsent und möglicherweise nicht abgeneigt, sich an diesem Umweltprojekt zu beteiligen. Die Volksrechte der direkten Demokratie wirken so als Korrektiv für umstrittene politische Entscheidungen. Mehrheitsbeschlüsse sind manchmal sehr zu hinterfragen, denn nicht selten kommen sie durch Fraktionszwang zustande. Wie diese skizzierte Vorgangsweise zeigt, soll direkte Demokratie sinnvolle Projekte nicht verhindern. Öffentliche Vorhaben sollen aber mit annehmbaren Rahmenbedingungen für die Bevölkerung realisiert werden. Mit Kompromissen dieser Art können sowohl die einen als auch die anderen leben und der Friede in der Gemeinde ist wieder hergestellt.

Armin Amann,
Seilergasse 4, schlins

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