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OECD-Studie und die Lehrer

In der neuen OECD-Studie heißt es wieder, unser Schulsystem ist teuer und zu wenig effektiv. Wieder einmal fühlen sich alle Lehrer(innen)-Basher bestätigt. Da man natürlich ein Hochpreisland wie Österreich nur schwer mit z. B. Albanien vergleichen kann, findet sich in dieser Studie auch der Vergleich des BIP-Anteils für die Bildung, welchen fast alle EU-Länder jährlich erhöhen. In Österreich allerdings wird er laufend gekürzt, der BIP-Anteil liegt weit unter dem EU-Schnitt, Lehrpersonen verdienen im Vergleich zu ähnlichen Bildungswegen auffallend wenig, bezüglich Unterstützungspersonal rangieren wir sowieso fast ganz unten, und selbst die Ferienzeiten sind unter dem Durchschnitt. Erstaunlicherweise liegen wir trotz unseres (ach so teuren und ineffizienten) Bildungssystems deutlich unter dem Durchschnitt bei Schulabbrüchen, Kinder leiden weniger unter Schulfrust, schließen relativ früh erfolgreich Schulen ab und die Jugendbeschäftigung ist gut. Nun stellt sich die Frage, ob wir jetzt einer neuen Sündenbock suchen? Oder ignorieren wir in bewährter Weise Fakten und prügeln verbal weiter grölend genau auf jene Personen ein, die trotz aller Widrigkeiten des Systems, der Politik und der Polemik alles tun, um Kinder möglichst gut auf die Zukunft vorzubereiten? Fragen wir bei eventuellen Reformen vielleicht sogar einmal – einmal! – bei jenen nach, die wissen, was unser Bildungssystem brauchen würde, nämlich bei Kindern, Lehrpersonen und Eltern?

Birgit Saxenhammer,

Steinbux 13,

Götzis

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