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Nach drei Flaschen Whisky intus sprachen in Diskothek die Fäuste

von Christiane Eckert

Sein Geständnis rettete Rabauken beim Prozess am Landesgericht vor einer Haftstrafe.

Feldkirch. Die beiden Hohen­emser waren gemeinsam unterwegs, und wieder einmal floss reichlich Alkohol. „Ich habe zwei bis drei Flaschen Whisky getrunken“, erzählt der 22-jährige Arbeitslose bei der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch. In einer Oberländer Diskothek war es schließlich zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Gast gekommen.

Streit wegen Lappalie

Der Anlass war – wie so oft – eine Lappalie. Jedenfalls schlug der junge Mann einem anderen Nachtschwärmer mit der Faust so heftig ins Gesicht, dass dieser eine Prellung davontrug. Dass er bereits eine bedingte Haftstrafe von drei Monaten offen hat, hielt den Trinker nicht vom Zuschlagen ab. Ebensowenig die bereits angehäuften 3000 Euro Gerichtsschulden. Statt sich der Verantwortung zu stellen, machte sich der achtfach Vorbestrafte anschließend aus dem Staub. Der Freund des Schlägers, ein 19-jähriger Arbeitsloser, hielt es ebenfalls für das Beste, einfach davonzulaufen. Auch er hat zwei Vorstrafen und ahnte nichts Gutes. Sieben Zeugen konnten die beiden Burschen jedoch genau beschreiben, ein Gast erkannte die beiden auf Facebook, der Rest war für die Polizei ein Kinderspiel. „Wir waren das nicht, wir waren nicht mal dort“, behaupteten die beiden. Dem einen brachte sein Verhalten eine Anzeige wegen Körperverletzung ein, dem anderen wegen falscher Beweisaussage und versuchter Begünstigung.

„Ich habe zugeschlagen. Das war ein Fehler, ich war besoffen“, gibt der eine im Prozess zu. Der andere gesteht auch, gezielt gelogen zu haben. „Das Geständnis ist das einzig Vernünftige, was Sie tun konnten“, erklärt ihnen Richter Richard Gschwenter. Somit kommen beide mit einer Geldstrafe davon. Der Schläger muss 1680 Euro bezahlen, sein Freund 1200 Euro. „Ohne das Geständnis wären Sie in Haft gegangen“, macht der Richter dem Erstangeklagten klar. Die Bewährungsstrafen bleiben weiterhin offen. Die Justiz hofft, dass die beiden jungen Männer sich endlich am Riemen reißen und keine weiteren Straftaten begehen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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