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Es wird bald brandgefährlich

Die Statistik zeigt: Besonders in den kommenden Wochen steigt die Brandgefahr durch offenes Licht und Feuer. Foto: vol.at

Die Statistik zeigt: Besonders in den kommenden Wochen steigt die Brandgefahr durch offenes Licht und Feuer. Foto: vol.at

Mit Beginn der Heizperiode steigt in der kalten Jahreszeit auch heuer wieder das Brand­risiko.

Schwarzach, Wien. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – und in durchschnittlich 1252 Fällen die ganze Behausung: 17,3 Prozent aller Wohnungsbrände sind bundesweit auf die Zündquelle Licht und offenes Feuer zurückzuführen. 29 Menschenleben fordern Brandunfälle im Schnitt jährlich. Neun von zehn Opfern sterben zuhause.

Oft wäre dies leicht und billig vermeidbar, so Experten bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien. In Vorarlberg entstanden im Jahr 2015 allein durch Feuerungsanlagen immerhin 20 Brände, die einen Feuerwehreinsatz auslösten. Außerdem sorgten herausfallende Glut und ungeeignete Aschenaufbewahrung für sieben sowie elektrische Wärmegeräte für fünf Brandereignisse.

Gefahr Feststofffeuerung

Von den 47 erfassten Rauchfangbränden in Vorarlberg blieben 46 auf das Kamininnere beschränkt und führten zu keinem Gebäudeschaden. „Mit Beginn der Heizperiode steigt auch heuer wieder das Brandrisiko, das durch den vermehrten Einsatz von Feststofffeuerungen noch verstärkt wird“, sagt Kurt Giselbrecht, Leiter der Vorarlberger Brandverhütungsstelle.

Aus bis dato nicht bekannten Gründen liegt die Zahl der Brandtoten in Österreich heuer bisher über dem Schnitt. Allein im Jänner starben zehn Personen. Oft sind technische Defekte der Auslöser, aber auch ein nicht sachgemäßer Umgang mit entflammbaren Wärme- und Lichtquellen. Besonders in den kommenden Wochen steigt erfahrungsgemäß vor allem die Gefahr von Bränden durch offenes Licht und Feuer.

Im Dezember und Jänner fällt rund ein Drittel der Fälle in diesen Bereich, erläuterte Armin Kaltenegger, beim Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) zuständig für Normen und Recht. Viele der 500 derartigen Unfälle, die im Durchschnitt in Österreich pro Jahr von November bis Jänner verzeichnet werden, könnten verhindert werden.

Ratschläge für sicheres Heizen

» Elektrische Heizgeräte nicht in die Nähe von brennbaren Materialien stellen. Keinesfalls Kleidungsstücke auf Heizlüftern oder Heizstrahlern zum Trocknen ablegen.

» Elektrische Heizdecken niemals geknickt oder gefaltet, sondern nur im ausgebreiteten Zustand verwenden.

» Den Heizraum, die Umgebung der Rauchfänge sowie den Öllagerraum von abgestellten brennbaren Lagergütern entrümpeln.

» Asche stets in unbrennbaren Behältern mit Deckeln aufbewahren und keinesfalls auf Holzstiegen oder brennbaren Fußböden abstellen.

» Niemals Spiritus oder Benzin zum Anzünden benutzen.

» Keinesfalls Holzkohle-Griller zum Heizen in Wohnräumen einsetzen, besteht doch die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung.

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