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Kommentar

Christiane Eckert

Gut gedacht, schlecht gemacht

Gesetzliche Großzügigkeit bei Vermögensdelikten ist kein großer Wurf.

„Strengere Strafen für Delikte gegen Leib und Leben, Strafsenkung für Vermögensdelikte“, so könnte man die Intention der Novelle 2016 beschreiben. Natürlich ist es schrecklich, wenn man verletzt wird. Auch wer psychisch leidet, weil er Opfer eines Überfalls wurde, ist zu bedauern. Doch auch Vermögensdelikte haben ihre Nachwehen.

Bei Betrugsmaschen sind es oft ältere Personen, die Ganoven ihre Ersparnisse anvertrauen. Charmante Männer überreden Frauen reihenweise, ihnen Geld zu borgen. Eine Handarbeitslehrerin nimmt einen Kredit auf, ein Elektriker verliert alles, was er sich für die anstehende Pension zurückgelegt hat. Auch diese Menschen sind gebrochen, wurden ausgenutzt. Noch dazu munkeln viele, dass sie dumm seien. Oder dass sie selbst schuld seien, wenn sie vor lauter Gier eine derart hohe Rendite für real hielten. Die meisten trauen sich vor lauter Scham nicht einmal zum Prozess. Dies alles scheint unterzu- gehen bei all den Milderungen, die sich innerhalb der Vermögensdelikte breit­gemacht haben. Wenn man alles verliert, tut auch das weh.

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