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Was die Rettungsfahrer nervt

Rotkreuz-Einsatzfahrer wie Paul Kräutler tragen eine große Verantwortung.  Foto: RK

Rotkreuz-Einsatzfahrer wie Paul Kräutler tragen eine große Verantwortung.  Foto: RK

Rotes Kreuz kritisiert oft falsches Verhalten von Verkehrsteilnehmern, wenn sich Einsatzfahrzeuge nähern.

Schwarzach. Ein Einsatzfahrzeug erkennt man an Blaulicht, Fernlichtschaltung, Nebelscheinwerfer und Folgetonhorn. Eigentlich unschwer zu erkennen, sollte man meinen. Doch uneinsichtige Autofahrer, abgelenkte Fußgänger und eine fehlende Rettungsgasse verzögern oft die schnellstmögliche Versorgung des Patienten und erhöhen das Risiko für die Einsatzkräfte.

„Viele bremsen und bleiben mitten auf der Straße stehen, wenn sie uns kommen sehen, das ist eine große Gefahr. Im Falles des Falles lieber zügig weiterfahren, wenn man nicht rechts ran kann“, sagt Feldkirchs Rotkreuz-Dienststellenleiter und Einsatzfahrer Paul Kräutler. Vor allem bei der Rettungsgasse auf der Autobahn oder Staus sei es hilfreich, dem Einsatzfahrer durch Blinken und rechts zufahren anzuzeigen, dass man ihn gesehen hat.

Mehr Rücksicht

Als Einsatzfahrer erlebt man auf Vorarlbergs Straßen oft seltsame Dinge! „Auf einer zehn Kilometer langen Einsatzfahrt gibt es immer irgendein Problem. Die Menschen sind sich teilweise nicht bewusst, dass sie ein Einsatzfahrzeug behindern“, so Kräutler. Der Klassiker seien jene Autos, die auf Höhe einer Verkehrsinsel stehenbleiben. Es komme auch vor, dass fünf Autos auf die Seite fahren und einer vor dem Einsatzfahrzeug ausschert, um die anderen zu überholen.

Aussteigen im Stau

Dass Einsatzfahrer und Sanitäter auf der Autobahn im Stau steckend aussteigen müssen, um die Autofahrer anzuweisen, auf die Seite zu fahren, passiere immer wieder.

Fußgänger passieren trotz sich näherndem Einsatzfahrzeug den Zebrastreifen, weil sie durch Musik und Handy abgelenkt sind. Ein weiterer Gefahrenbereich ist rund um Schulen.

Oft helfe schon allein der Gedanke, „ich selbst oder meine Freunde und Bekannten wären für rasche Hilfe der Einsatzkräfte ebenfalls dankbar“, für etwas mehr Rücksicht der Verkehrsteilnehmer, sagt Kräutler.

Richtige Reaktionen

» Situationsbedingt dem Einsatzfahrzeug rasch Platz machen

» auf der Autobahn unverzüglich eine Rettungsgasse bilden (seit Jänner 2012 Pflicht)

» so weit wie möglich rechts zufahren

» nicht auf Höhe einer Verkehrsinsel stehen bleiben

» bei roter Ampel seitlich in die Kreuzung einfahren

» unübersichtliche Stellen zügig verlassen

» im Kreisverkehr eine Runde weiterfahren

» im Tunnel zügig weiterfahren und erst danach rechts ranfahren

» keinesfalls hinter dem Einsatzfahrzeug herfahren

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