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Höchst rabiater Stalker vor Gericht

von Christiane Eckert

24-Jähriger wegen Drohung und beharrlicher Verfolgung seiner Ex-Freundin verurteilt.

Feldkirch. (ec) Vor sechs Jahren trafen die beiden jungen Leute aufeinander und verliebten sich. Das Paar zog zusammen, doch das Glück währte nicht lange. Zum einen rastete der junge Mann laut seiner Freundin aus, wenn er keine Drogen mehr zu sich nahm, zum anderen war der Berufsschüler sehr eifersüchtig. „Er trat mich mit den Füßen, schlug mir ins Gesicht, warf mir Gegenstände nach und zog mich an den Haaren“, erzählt die hübsche Frau als Zeugin beim Prozess am Landesgericht Feldkirch. Immer wieder habe sie blaue Flecken davongetragen. Sich zu trennen wagte sie lange nicht, denn dafür stellte der junge Mann düstere Dinge in Aussicht.

Situation eskaliert

Schlussendlich verließ die Frau ihren rabiaten Lebensgefährten doch. Ein Faktum, das der Bursche nicht akzeptieren wollte. Er belästigte sie, rief sie am Arbeitsplatz an, schickte ihr massenhaft Mails und sogar ein Päckchen. Der Angestellten war es peinlich, dass unter Umständen auch Arbeitskollegen von ihrem privaten Fiasko Wind bekommen könnten. Als die Oberländerin einen neuen Freund hatte, eskalierte die Situation völlig. Im Mai 2016 verfügte das Gericht eine einstweilige Verfügung, die dem jungen Mann die Kontaktaufnahme untersagte. Doch er setzte sich darüber hinweg. Selbst als der ehemalige Freund im Juli dieses Jahres verurteilt wurde, schreckte er nicht davor zurück, der Verflossenen weiter nachzustellen. Zu guter Letzt wurde der Mann in U-Haft genommen.

Große Belastung

Die junge Frau musste einen Monat lang wegen psychischer Probleme krankgeschrieben werden. Sie hat Angstzustände und muss Medikamente nehmen. Auch die Zeugenaussage vor Gericht macht dem Opfer sichtlich zu schaffen, dabei versuchte sie früher noch, ihrem Ex-Freund gröbere Probleme zu ersparen. Die Liste seiner Verfehlungen ist lang. Der Mann ritzte beispielsweise das Datum ihres gemeinsamen Kennenlernens in das Fahrzeug des neuen Freundes. Der zweifach Vorbestrafte bekennt sich größtenteils schuldig. Die Strafe wird mit neun Monaten ausgemessen. Sechs davon gibt es bedingt, den Rest auf Bewährung. Er muss ein Antiaggressionstraining machen und rund 1500 Euro an die Opfer bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Er trat mich mit den Füßen und schlug mir ins Gesicht.

Das Opfer
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