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Er kommt nicht für jeden Raubüberfall infrage

VN-Bericht vom 14. November 2016.

VN-Bericht vom 14. November 2016.

Fahndung nach Postkartenräuber wird auf ganz Deutschland ausgeweitet.

Schwarzach. (VN-gs) Allein in diesem Jahr sind im Landkreis Lindau vier Raubüberfälle auf Banken verübt worden, die noch nicht geklärt worden sind. Neben den beiden Delikten in Opfenbach sind dies noch zwei Überfälle in Lindau und Weiler.

Deutsche Medien mutmaßten, dass hinter dieser Raubserie mit dem Vorarlberger (?) Postkartenräuber ein und derselbe Täter steckt. In Deutschland wird der Unbekannte als „Spinnenmann“ bezeichnet, da er bei den Coups in Opfenbach eine „Spiderman“-Maske trug.

Die Spurensicherung nach dem Überfall auf die Volksbank im Allgäuer Opfenbach am 10. November 2016 ist noch nicht abgeschlossen, informierte Kurt Kraus, Leiter der Lindauer Kriminalpolizei, die VN am Montag. Dennoch wird davon ausgegangen, dass es sich beim Täter um den ominösen Postkartenräuber handelt, dem in Vorarlberg seit 2008 elf Überfälle auf Bankinstitute und Postfilialen zugerechnet werden (die VN berichteten).

„Kein Zusammenhang“

Dass der Serientäter auch hinter den Coups in Lindau und Weiler stecken könnte, schließt Kraus definitiv aus: „Diese Meldung hat mich stutzig gemacht“, so der Kripo-Chef zu den VN, „vielmehr ist ganz klar und eindeutig erwiesen, dass hier in Bezug auf den Täter kein Zusammenhang besteht.“ Mit Ausnahme der beiden Überfälle am 14. Juli 2016 auf die Sparkasse in Opfenbach und im November auf die Volksbank im selben 2300-Seelen-Ort. Hier trugen Erscheinung und Vorgangsweise des Räubers dieselbe Handschrift – jene des in Vorarlberg verzweifelt gesuchten Serientäters, für dessen Ergreifung immer noch eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt ist.

Es war übrigens nicht der erste Überfall auf die Volksbank in Opfenbach: Im November 2013 hatte ein Maskierter mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugpistole über 50.000 Euro erbeutet. Mit einem Komplizen floh er im Auto nach Österreich. Der damals 29-Jährige aus dem Bodenseekreis wurde kurze Zeit später verhaftet und im April 2014 zu knapp vier Jahren Haft verurteilt.

Doch wie geht die deutsche Polizei mit dem Postkartenräuber um, der nun offenbar ins Allgäu ausgewichen ist? „Wir arbeiten intensiv mit den Vorarlberger Kollegen zusammen und stützen uns auf deren Ermittlungsergebnisse. Die sind da bestens dran“, sagt Kraus und ist sich sicher: „Irgendwann klappt es mit der Ausforschung dieses Täters.“ Das Bundeskriminalamt werde den Fahndungsaufruf demnächst auf ganz Deutschland ausweiten.

Irgendwann klappt es mit der Ausforschung dieses Täters.

Kurt Kraus, Kripo Lindau
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