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Das Auto ist kein sicherer Tresor

Allein in Vorarlberg wurden im vergangenen Jahr 143 Einbruchsdelikte in Fahrzeuge angezeigt.  Foto: APA

Allein in Vorarlberg wurden im vergangenen Jahr 143 Einbruchsdelikte in Fahrzeuge angezeigt. Foto: APA

Laut einer Studie lockt in Vorarlberg beinahe jeder zweite Fahrzeugbesitzer Pkw-Einbrecher an.

Schwarzach. Navigationsgeräte, Handtaschen und Mobiltelefone: Österreichs Autofahrer lagern Wertgegenstände gerne in ihrem Auto. Von Langfingern werden Schlüssel, Bargeld und andere Wertgegenstände allerdings gerne als Einladung zum Kfz-Einbruch verstanden. Im Jahr 2015 wurden in Vorarlberg laut Angaben der Sicherheitsbehörden 143 Einbruchsdelikte (Österreich: 11.302) in Fahrzeugen angezeigt. Autos sind regelrechte Goldgruben für Einbrecher.

Erhebungsergebnisse

„Bei einer österreichweiten Erhebung von mehr als 7000 Fahrzeugen wurden in jedem dritten parkenden Auto Wertgegenstände entdeckt. In Vorarlberg sogar bei 45 Prozent“, sagt Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Im Bundesländervergleich wurden in der Stadt Klagenfurt in den meisten Autos Wertgegenstände sichtbar vorgefunden (60 Prozent). Am achtsamsten sind Kfz-Lenker in Innsbruck (14 Prozent), in Wien animiert jeder Vierte zum Einbruch. Zu finden waren Wertsachen vorwiegend auf dem Rücksitz (42 Prozent) und auf der Vorderablage (30 Prozent). „Wertgegenstände haben im Auto nichts verloren – ganz besonders dann, wenn diese auch noch offen sichtbar sind. Zudem sollte unbedingt darauf geachtet werden, vor Verlassen des Autos alle Fenster zu schließen und sämtliche Türen des Fahrzeugs zu verriegeln. Empfehlenswert ist außerdem das Öffnen des Handschuhfachs. So wird verdeutlicht, dass es in dem Fahrzeug nichts zu holen gibt“, erklärt Thann. Besonders interessant: je später am Tag, desto eher sind Wertgegenstände im Pkw sichtbar.

Lenkradkrallen unbeliebt

Neben Kfz-Einbrüchen kommt es auch immer wieder zu Autodiebstählen. Im Rahmen der Erhebung des KfV wurde jedoch festgestellt, dass sich 99 Prozent der Nutzer dennoch nach wie vor gegen die Nutzung einer Lenkradkralle als Sicherheitsvorkehrung entscheiden. Weniger als ein Prozent der beobachteten Fahrzeuge war mit einer derartigen Schutzmaßnahme ausgestattet.

Sicherheitstipps:

» Nicht auf das Abschließen vergessen, auch wenn man das Auto z. B. an der Tankstelle nur kurz verlässt.

» Fenster, Schiebedach bzw. Verdeck beim Cabrio immer schließen.

» Kfz-Dokumente, sonstige Dokumente, Bargeld, Kreditkarten, Handys, Fotoapparate oder andere Wertgegenstände nicht im Handschuhfach oder frei auf den Rücksitzen ablegen.

» Keine Wertsachen (Handy, Notebook, Navigationsgerät, Handtasche, teure Kleidung) sichtbar im Pkw liegenlassen – falls nicht anders möglich, im nicht einsehbaren Kofferraum versperren.

» Es sollen nicht nur Navigationssysteme, sondern auch deren Halterungen beim Verlassen des Fahrzeugs mitgenommen werden. Eine sichtbare Halterung lässt Einbrecher vermuten, dass das Navigationsgerät evtl. im Handschuhfach abgelegt wurde.

» Wagen auch in geschlossenen Garagen immer absperren.

» Manuelle Verriegelung des Fahrzeuges anstelle der Verwendung des Funkschlüssels (so kann verhindert werden, dass das Funksignal abgefangen wird).

» Empfehlenswert ist das Öffnen des Handschuhfachs, um zu signalisieren: Hier gibt es nichts zu holen.

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