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Goldene Hochzeit. Paulina und Siegfried Spiegel

„Wir sind füreinander da“

In der Liebfrauenkirche gaben sie sich das Jawort.

In der Liebfrauenkirche gaben sie sich das Jawort.

Dornbirn. Am sonnigen 28. Oktober 1966 gab Siegfried Spiegel seiner Braut Paulina in der Liebfrauenkirche Rankweil das Jawort. Den großen Tag feierten sie mit einem Mittagessen im Hofsteigkeller in Schwarzach, dann gab es in Andelsbuch Kaffee und Kuchen und anschließend in Dornbirn kaltes Buffet zum Abendessen. Siegfrieds Musikkollegen spielten zum Tanz auf, und als die frisch Vermählten gegen halb zwei Uhr nachts zu ihrem Heim in Kehlegg kamen, war die Haustüre voller Holzspälta und an eine glückliche Hochzeitsnacht nicht zu denken. „Dann haben die Kollegen noch Böller knallen lassen, sodass wir nicht schlafen konnten“, erinnert sich das Paar.

Pauli und Siegi lernten sich bei einer Hochzeit im „Schwanen“ durch einen Kollegen kennen. „Ich habe mit ihr getanzt und dann bei ihr zu Hause in Kehlegg Speck und Most bekommen“, erinnert sich Siegi. Pauli erlebte dort mit ihrer Zwillingsschwester und noch zwei Geschwistern eine schöne Kindheit. Sie arbeitete nach der Schule zehn Jahre als Näherin bei der Firma Stieger, dann elf Jahre bei Quelle und zwei Jahre bei Bertolini, wo sie Hochzeitskleider nähte.

Siegi und sein älterer Bruder mussten in der Landwirtschaft und Schuhmacherei des Vaters mithelfen. Mit seinen vier Geschwistern erlebte er dennoch eine schöne Kindheit und Jugend. Bei Lebensmittelgroßhandel Johann Drexel begann seine berufliche Laufbahn. Nach einem Jahr bei Renault Mäser besuchte er die Autoverkäuferschule in Köln und war anschließend zwei Jahre im Autohaus Bohle beschäftigt. Es folgten zwei Jahre Interunfall Versicherung, ein Jahr Autohaus Blaser und 31 Jahre, bis zur Pensionierung 2001, im Autohaus Koch in Feldkirch.

Ereignisreiche Jahre

Drei Jahre dauerte es, bis ihr Haus in der Dammstraße bezugsfertig war, und 1967 begrüßten sie voller Freude Sohn Jürgen. Sechs Wochen später ging Pauli wieder arbeiten, erst nach der Geburt von Simon 1985 blieb sie zu Hause. Als Simon in die Schule kam, wurde es Pauli im Haus zu langweilig, und Siegi ermunterte sie Sprachen zu lernen oder ein Pflegekind aufzunehmen. Pauli erkundigte sich, wie das mit einem Pflegekind so vor sich geht, vergaß dann die Angelegenheit, bis eine Frau von der Fürsorge vor der Tür stand und ihr erklärte, sie habe ein Pflegekind für sie. So kam Hakan mit acht Wochen zu ihnen und er wuchs ihnen in den fünf Jahren, die er bei ihnen blieb, ans Herz. Vom Alltagsstress erholte sich die Familie beim Zelten in Südtirol oder hinteren Elsass. Viele Jahre unterhielt Siegi mit Tanz- und Unterhaltungsmusik mit den Trios Smoky und Amor Tanzbegeisterte auch in der Schweiz im Gasthaus Frohsinn. Auf Geschäftsreisen nach Tunis, Russland, London, Frankreich und Ägypten nahm er Pauli auch ab und zu mit. Bekannte in Norddeutschland besuchten sie gerne und machten dort schöne Ausflüge.

Nach Simons Geburt gab Siegi das Filmen, Fotografieren und seine Mitgliedschaft beim Filmclub Feldkirch auf und konzentrierte sich auf die von Pauli geerbte Wochenendhütte im Rüdle, die er ausbaute. Mit dem PuchRoller und dann mit der Vespa fuhr das Paar in die Natur und erholte sich in Wald und Wiese. 2003 erlitt Pauli einen Schlaganfall und war lange Zeit sehr krank. Sie ist ständig auf Hilfe von Siegi angewiesen. Siegi hat kochen gelernt und übernimmt jetzt die Haushaltspflichten, und „er ist ganz prima, einen besseren Mann kann man sich gar nicht vorstellen“, wirft Pauli ein.

Ihr goldenes Hochzeitsjubiläum feiern Pauli und Siegi Spiegel mit den Söhnen, deren Partnerinnen und ihrem Enkel sowie vielen Gästen in Schönenbach. Siegfried Spiegels größter Wunsch zur goldenen Hochzeit ist, dass seine Pauli stabil bleibt. Liebevoll kümmert er sich um sie, denn sie würde ja das Gleiche für ihn tun, bemerkt er.

<p class="caption">Gemeinsam meistern Pauli und Siegi Spiegel die Herausforderungen des Lebens.  Foto: kl</p>

Gemeinsam meistern Pauli und Siegi Spiegel die Herausforderungen des Lebens. Foto: kl

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