IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

Goldene Hochzeit. Helga und Karl Salzmann

Die große Liebe erkennt man nicht an ihrer Stärke, sondern an ihrer Dauer

Auch ihren 50. Hochzeitstag feiern Helga und Karl Salzmann in der Krone.  Foto: kl

Auch ihren 50. Hochzeitstag feiern Helga und Karl Salzmann in der Krone. Foto: kl

Dornbirn. 1964 lernten sich Helga Müller und Karl Stuppöck nach einem Chorkonzert im Schlossbräu kennen, und nach zwei Jahren, in denen Karl zu Fuß und mit dem Motorrad nach Watzenegg zur Stubat kam, wurde am 28. Oktober standesamtlich und am 29. Oktober 1966 in der Kirche im Gütle geheiratet. Heute, an ihrem 50. Hochzeitstag, blicken sie auf ein arbeitsreiches, interessantes und schönes Leben zurück, das sie mit der Familie, zu der auch zwei Enkel gehören, in der Krone feiern.

Helga erblickte in Bürs das Licht der Welt und wuchs mit ihren Geschwistern behütet auf. „Ich war ein wildes Kind, und man sagte, ich wäre der sechste Bub der Familie“, erinnert sich die Jubilarin. Nach der Schule lernte sie Weberin bei der Firma Getzner, und nachdem ihre Mutter krank wurde, führte sie den Haushalt und half in zwei weiteren Haushalten für ein Sackgeld aus.

Durch ein Inserat kam Helga 1960 als Hausangestellte zur Familie Hermann Rhomberg nach Dornbirn, wo sie sich sehr wohlfühlte.

In Eschenau kam Karl Stuppöck 1930 zur Welt und erlebte mit seinen beiden Geschwistern schöne Kinder- und Jugendjahre. Er besuchte die Volks- und Hauptschule und begann dann bei seinem Onkel Franz Salzmann in der Sebastianstraße eine Tischlerlehre, die er 1951 erfolgreich abschloss.

Nach einem Fernkurs für Innenarchitektur und der Meisterprüfung 1957 übernahm er 1973 von seinem Onkel Franz Salzmann die Tischlerei. Karl war der
einzige Tischler in der Verwandtschaft, und damit der Name Salzmann erhalten bleibt, adoptierte ihn sein Onkel 1968.

Gemeinsame Zukunft

„Auf den Tag genau vor 50 Jahren haben wir uns das Jawort gegeben. Das war ein schöner Tag, ich bin mit dem Brautstrauß nach Watzenegg und wurde mit ,du Saukaktus‘ von Helga auf der Treppe empfangen. Wie sich herausstellte, hatte sich ihr Schleier im Kaktus verfangen, ich hatte nichts angestellt, und der Hochzeit stand nichts im Weg“, erzählt der Jubilar lachend. Nach der Hochzeitsmesse feierten die frisch Vermählten den großen Tag mit einem Mittagessen in der Krone, abends ging’s ins Parkhotel und dann zum Flittern ins Tessin. Die ersten vier Jahre bis zum Umzug in die Sebastianstraße lebte das Paar mit Töchterchen Erna in einer Hausmeisterwohnung in Watzenegg. 1972 kam Sohn Willi dazu, und Helga war froh, dass ihre Schwiegermutter auf die beiden Kinder schaute, während sie nach einem Buchhaltungskurs die Büroarbeit für die Tischlerei erledigte.

Neue Herausforderung

Karl suchte gerne alte Möbel zusammen und richtete sie stilgerecht her. Er erhielt Renovierungsaufträge vom Schloss Hohenems, dem Siechenhaus Feldkirch, dem Kloster Thalbach und dem Schlössle Koblach, um nur einige zu nennen. Daneben wurde auch modern gearbeitet, Tabernakelkästen, Barockkommoden, Dachbodenausbau und -isolierung wurden in Auftrag genommen, denn sein Wahlspruch lautete „Goht nid git’s nid“. Heuer feiert der Betrieb sein 125-Jahr-Jubiläum und wird von seinem Sohn Willi weitergeführt. Karl verweist stolz darauf, dass der Großvater 1925 eine Ausstellung in Paris hatte, der Onkel war bei Handwerksmessen, und mit einem Staatspreis wurde die Kunsttischlerei Salzmann ebenfalls ausgezeichnet.

Viel zu tun

Die Firma und der Haushalt verlangten dem Paar viel ab. Geurlaubt wurde einmal in Südtirol, die Ferien in der eigenen Hütte in Schetteregg verbracht und im Winter Ski gefahren. Helga liebte die Spaziergänge mit ihren Hunden und begleitete Karl ab und zu zum Bergsteigen. Mit seinen Kollegen kam er auf rund 200.000 Gipfelmeter. Von seinen Wanderungen brachte Karl auch Wurzelholz mit und gestaltete es zu fantasievollen Gebilden. „So hatte das Wandern Sinn, denn ich habe festgestellt, dass meine Kollegen weder nach rechts noch links schauten und mich gefragt haben, wo ich denn die schönen Blumen fotografiert habe“, so der Jubilar. 30 Jahre stellte er sich in den Dienst der Naturwacht, war 25 Jahre beim Frohsinn Dornbirn und beim gemischten Chor von Georg Häring-Masahl. Beim Männerchor Dornbirn-Markt durfte Helga mitsingen.

Nach einigen schweren gesundheitlichen Problemen geht es Karl wieder etwas besser. Da er meistens zu Hause ist, hat er im Holzschnitzen ein neues Hobby gefunden. Helga plagen nur ein paar altersbedingte Wehwehchen, und sie genießt es, auch einmal eigene Wege zu gehen.

<p class="caption">Hochzeitsbild mit Kaktus.</p>

Hochzeitsbild mit Kaktus.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.