IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

Das Thema Heli-Skiing sorgt für Pro und Kontra

von Tony Walser

Mit dem Helikopter zu tief verschneiten Hängen: Heli-Skiing liefert Stoff für Debatte.

Bregenz, Lech. Das Angebot der Arlberger, sich statt schweißtreibenden Aufstiegs mit den Tourenskiern per Helikopter zu tiefverschneiten Hängen fliegen zu lassen, steht derzeit zur Diskussion. Hintergrund dafür bildet ein Antrag des Unternehmens Wucher an das Land um Verlängerung der Genehmigung für Heli-Skiing auf zwei bestimmte Berggipfel bis 2021, wie die VN in der Dienstagausgabe berichtet haben.

Kein Regierungsbeschluss

Grünes Licht für die Verlängerung kann die Abteilung von Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (61, VP) in Eigenregie erteilen, ein Beschluss durch die Landesregierung ist laut Gesetz nicht nötig. Pro Jahr hebt der Helikopter durchschnittlich 250 Mal mit Tiefschneefans ab, pro Flug müssen dafür zwischen 410 und 470 Euro berappt werden. Wucher darf nur werktags Wintersportler ins Gebirge fliegen. An Sonn- und Feiertagen herrscht für Heli-Skiing Flugverbot. Die Besonderheit: Heli-Skiing wird österreichweit nur am Arlberg angeboten, sowohl im benachbarten Tirol als auch in anderen Bundesländern ist diese Möglichkeit in keinem touristischen Portfolio zu finden. Genau darauf setzen Arlberger Touristiker wie Tourismusdirektor Hermann Fercher (54).

Harte Kritik der Naturschützer

„Dieses Alleinstellungsmerkmal ist für uns sehr wichtig. Wir stehen zu hundert Prozent zu Heli-Skiing in diesem eingeschränkten Rahmen und sind auch vor dem Hintergrund der Flugrettung für eine Verlängerung der Genehmigung“, betont Fercher. In die gleiche Kerbe schlägt Christian Schützinger (50) als Landestourismusdirektor. „Wir sind froh, dass es dieses Angebot in Österreich gibt. Darüber hinaus passt Heli-Skiing sehr gut zur exklusiven Skiregion Arlberg. Deshalb sind wir für eine Verlängerung“, meint Schützinger. Bei Naturschützern wird das Thema anders gesehen. Neben dem Alpenschutzverein und Umweltlandesrat Johannes Rauch (57, Grüne) lehnt auch Katharina Lins (49) als Naturschutzanwältin Heli-Skiing strikt ab: „Als Grund für die Bewilligung der Verlängerung der Genehmigung das Alleinstellungsmerkmal anzuführen, ist keine plausible Erklärung.“

Dieses Alleinstellungsmerkmal für Lech muss bleiben.

Hermann Fercher, Tourismus Lech
Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.