IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

Staatskarosse sucht Käufer

von Geraldine Reiner
Der Transportunternehmer Ioan Boronea aus Rumänien hatte insbesondere die Lkw im Visier.  Fotos: VN/Paulitsch

Der Transportunternehmer Ioan Boronea aus Rumänien hatte insbesondere die Lkw im Visier. Fotos: VN/Paulitsch

130 Exponate aus dem Fuhrpark von Asfinag und Land wechselten in Hohenems die Besitzer.

Hohenems. (VN-ger) Ein Lkw um 1200 Euro, ein Pritschenwagen um 600 Euro oder ein Kastenwagen um 400 Euro? Schnäppchenalarm! Christian Bilgeri aus Hittisau ist auf der Suche nach einem Transporter. Dass er mit den feilgebotenen Fahrzeugen eine Zulassung in Österreich bekommt, bezweifelt der 36-Jährige mittlerweile allerdings. „Nur rostiges Zeug“, resümiert er nach einer Besichtigungsrunde auf dem Freigelände. Durchaus optimistischer geht Ioan Boronea aus Rumänien an die Sache heran. „Ich hoffe, dass ich ein bis zwei Lkw ersteigern kann“, sagt der Transportunternehmer. „Letztes Jahr habe ich ein Tunnelwaschgerät gekauft“, ergänzt er nicht ohne Stolz.

500 Interessierte

Die Aussichten auf gute Geschäfte haben am Dienstag wieder rund 500 Schnäppchenjäger nach Hohenems gelockt. Auf dem Areal der Autobahnmeisterei kamen knapp 130 Objekte aus dem Fuhrpark der Asfinag und vom Amt der Vorarlberger Landesregierung unter den Hammer – vom Lkw und Pkw über Schneepflüge und Kombimähgeräte bis hin zu Hochdruckreinigern und Elektro-Schweißtischen.

Neben den orangen und weißen Exponaten sticht ein Fahrzeug besonderes ins Auge: ein schwarzer BMW 520d Ö-Paket F10 N47Automatik, Baujahr 2011. „Es ist das ehemalige Dienstauto von Landtagspräsident Harald Sonderegger“, ist vom Fuhrparkleiter des Landes, Josef Mathis, zu erfahren. Aufgrund der hohen Laufleistung von 255.800 Kilometern wird sein Wert auf 10.000 bis 15.000 Euro geschätzt. Am Ende wechselt die Staatskarosse für 13.000 Euro zuzüglich 22 Prozent Käufergebühr den Besitzer.

Keine Garantie

Alle Kraftfahrzeuge, Maschinen und Geräte sind gebraucht, mehr oder weniger an- bzw. durchgerostet, beschädigt, unvollständig und reparaturbedürftig. Es gibt keine Garantie, auch Reklamationen sind nach dem Zuschlag ausgeschlossen: „,Eigentlich wollte ich etwas anderes‘ sind Worte, die ich nicht verstehe“, stellt Auktionator Manfred Humer vom Dorotheum gleich zu Beginn klar. Sei’s drum. Die Bieter, darunter viele Osteuropäer und Landwirte, sind auch heute wieder für einige Überraschungen gut. Ein Lkw, von dem sich der Autobahnbetreiber rund 20.000 Euro erhofft hat, geht um 36.000 Euro (exklusive 20 Prozent Mehrwertsteuer und 22 Prozent Käufergebühr) weg, ein anderer um 34.000 Euro.

Im Vorjahr hat die Asfinag bei der Versteigerung einen Erlös von rund 140.000 Euro erzielt. „Die Fahrzeuge und Geräte sind aufgrund des jahrelangen Einsatzes stark abgenützt. Mit dieser Art des Verkaufs haben wir die besten Erfahrungen gemacht“, erläutert Stefan Siegele, Abteilungsleiter für die betriebliche Erhaltung.

<p class="caption">Das Dienstauto wurde zu einem Preis von 3000 Euro ausgerufen.</p>

Das Dienstauto wurde zu einem Preis von 3000 Euro ausgerufen.

<p class="caption">Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Über 500 Bieter konkurrierten um die 130 Exponate. </p>

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Über 500 Bieter konkurrierten um die 130 Exponate.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.