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Essen unter 30 Euro. Gasthaus Käth’r

Zu Besuch bei Katharina am See

Michael Kersch­baumer

Michael
Kersch­baumer

HARD. Wir waren zur Abwechslung wieder mal im Unterland unterwegs. Auf unserer Liste stand das Gasthaus Käth’r (alemanni-

scher Name für Katharina) in Hard. Das Gasthaus, geführt von Herbert Lässer, befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hotel am See und zum Hafen. Im Sommer laden Sonnenterrasse und Biergarten zum Verweilen ein. Die verschiedenen Gaststuben – inklusive einer für Raucher – sind eher puristisch und doch gemütlich im Bistrostil eingerichtet. Große, alte Aufnahmen des Gebäudes zieren die Wände.

Die Speisekarte ist ein Potpourri aus verschiedenen Ländern, ohne die regionale Küche zu vernachlässigen. So findet man ein Indisches Gemüsecurry neben Käsknöpfle und das Wienerschnitzel neben den Spaghetti mit Tomatensauce, Gambas und Jakobsmuscheln. Die Auswahl fiel uns deshalb auch nicht leicht. Meine Begleitung bestellte den Haussalat (8,50 Euro), ich den Feldsalat mit Speck und Ei (7,50 Euro), obwohl ein Serviettenknödel-Carpaccio zur Vorspeise sicher auch gut gewesen wäre.

Als Hauptgang stach meiner Begleitung der gebackene Zander mit Kartoffel-Feldsalat (19 Euro) ins Auge. Ich entschied mich saisonbedingt für ein Rehragout mit Spätzle, Rotkraut und Preiselbeer-Birne (19 Euro). Als Weinbegleitung wählten wir aus der mit hauptsächlich österreichischen Weinen bestückten Karte einen Cabernet Franc Heideboden (0,75 l. 26 Euro) von Markus Iro.

Der Feldsalat war super, der Haussalat der Überflieger. Verschiedene Salate, Kräuter und Blüten ergänzt mit warmen Kirschtomaten und Feigen sowie gerösteten Pinienkernen. Das Reh: ebenfalls sehr gut und der Zander mit der Brösel-Kräuterpanade ein Gedicht. Einzig eine der Nachspeisen hat nicht überzeugt. Die Konsistenz der Kokos-Panna-Cotta (7,50 Euro) erinnerte wegen der zu großzügig verwendeten Gelatine eher an eine Sülze und der Geschmack wirkte irgendwie künstlich. Die Marillenknödel (8,50 Euro) begleitet von einer Kugel Vanilleeis war hingegen wieder ein Hit. Ein aufmerksamer und freundlicher Service, ein Wirt der alten Schule, der sich Zeit für seine Gäste nimmt und eine wirklich super Küche machen das Käth’r zu einem Lokal, das immer wieder einen Besuch wert ist.

Der gebürtige Feldkircher Michael Kerschbaumer (Jg. 1968) arbeitete 15 Jahre als Koch in der internationalen Hotellerie und im Airline Catering, bevor er sich zum Wirtschaftsinformatiker Fachrichtung Qualitätssicherung ausbildete.

Gasthaus Käth’r, Seestraße 22, 6971 Hard, Tel. 05574/87588

<p class="caption">Überflieger des Abends: der Haussalat.</p>

Überflieger des Abends: der Haussalat.

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