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WAS WURDE AUS . . .? Rechtsanwalt emerit. Dr. Hans Widerin (75), ehemaliger Politiker

„Mein großes Hobby ist die Politik“

Dr. Hans Widerin: „Die direkte Demokratie muss in der Gemeinde be­ginnen.“  Foto: VN/Steurer

Dr. Hans Widerin: „Die direkte Demokratie muss in der Gemeinde be­ginnen.“ Foto: VN/Steurer

Lebensinhalt ist die Anwaltskanzlei in Bludenz. 2013 Beitritt zu den Neos.

Bludenz. (ee) „Mein Lebensinhalt ist die Anwaltskanzlei, mein Hobby ist die Politik. Ich bin noch jeden Tag sechs bis sieben Stunden in der Kanzlei, die heute mein Sohn Bernd mit einem Partner führt.“

So der emeritierte Bludenzer Rechtsanwalt Dr. Hans Widerin (75), der auch in der Politik verschiedene Funktionen innehatte, gegenüber den VN. Wie Widerin weiter erklärt, darf er laut Rechtsanwaltskammer aber heute nur mehr sogenannte untergeordnete Dienste in der Kanzlei leisten und auch nicht mehr vor Gericht auftreten.

Widerin kommt ursprünglich aus dem schwarzen Lager und ist auch Mitglied im Cartellverband (CV), war allerdings nie ÖVP-Mitglied. Seine ersten Schritte in der Politik machte er in der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an seinem Studienort Innsbruck als Pressereferent dieser Vereinigung.

Kommunalpolitiker

„Ich habe nach wie vor großes Interesse an der Politik. Das reicht von der Kommunal- bis zur Weltpolitik“, führt Widerin weiter aus, der als aktiver Politiker 17 Jahre auf Bürgerlisten in der Kommunalpolitik in Nüziders und Bludenz tätig war. Unter anderem kämpfte er als Mitglied und Sprecher der Bürgerinitiative „Dicke Luft“ zwischen 1985 und 1990 gegen das Spanplattenwerk Fritz Egger und war während dieser Zeit auch Mitglied der Gemeindevertretung in Nüziders. 1990 bis 1997 war er in der Stadtvertretung in Bludenz, 1994 ist er dem Liberalen Forum beigetreten und war dort Mitglied bis zu dessen Auflösung. Seit dem Jahre 2013 ist Widerin bei den Neos. „Wir haben sehr gute Leute. Ich glaube auch, dass wir als potenzielle Koalitionspartner eher an einer künftigen Bundesregierung beteiligt sein könnten als die Grünen“, so Widerin. „Trotz aller Schwierigkeiten bin ich für die Zukunft grundsätzlich optimistisch eingestellt. Das gilt auch für die EU, denn ich bin überzeugt, dass es die entscheidenden Kräfte in der Gesellschaft nicht auf ein Zerbrechen der EU ankommen lassen werden. Ich bin ein glühender Befürworter der EU und halte die Stimmungsmache gegen die EU für kontraproduktiv. Natürlich sehe aber auch ich, dass vieles in der EU verbesserungswürdig ist“, so Widerin weiter.

Und er fährt fort: „Ich halte es für überlebensnotwendig für eine politische Kultur, dass man die Bürger mehr an der Politik beteiligt. Aber die direkte Demokratie muss in der Gemeinde beginnen, nicht erst bei bundesweiten Volksbegehren und Volksabstimmungen. Es gibt in Vorarlberg einige Bürgermeister, die das praktizieren. Ein Beispiel für ein solches Modell ist Krumbach.“

Widerin, der sein Jusstudium 1966 mit dem Doktorat abschloss, legte 1969 die Richteramtsprüfung ab und absolvierte dann die Ausbildung zum Rechtsanwalt. 1973 absolvierte er die Rechtsanwaltsprüfung und war bis zu seiner Emeritierung als Anwalt in Bludenz tätig.

Zur Person

Dr. Hans Widerin (75)

Geboren: 1941 in Bludenz

Ausbildung: Realgymnasium in Bludenz, Jus-Studium in Innsbruck, Doktorat.

Werdegang: Richteramtsprüfung, Rechtsanwaltsprüfung, seit 1973 Rechtsanwalt in Bludenz

Politische Funktionen: Pressereferent der ÖH-Innsbruck, Bürgerinitiative „Dicke Luft“, Gemeindevertreter in Nüziders, Stadtvertreter in Bludenz, 1994 Mitglied beim Liberalen Forum, 2013 Beitritt zu den Neos

Familie: verheiratet, zwei Söhne

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