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Vorarlberger, über die man spricht. Wolfgang Tschallener (59)

“Ich lebe für die Kunst”

Wolfgang Tschallener hat als Maler und Filmemacher Erfolg. Das Geheimnis seines Erfolgs ist die Freude am Tun.    Foto: VN/Kuster

Wolfgang Tschallener hat als Maler und Filmemacher Erfolg. Das Geheimnis seines Erfolgs ist die Freude am Tun.    Foto: VN/Kuster

Klaus. (VN-kum) Aus eigener Erfahrung weiß Wolfgang Tschallener: „Wenn du das tust, was du gerne tust bzw. was deine Berufung ist, dann hast du ein erfülltes Leben.“ Tschallener lebt für die Kunst. Über seine Bilder und Filme drückt er sich aus und bringt sein Inneres nach außen. Als junger Mann begann er zu malen. „Ich besuchte meine Freundin im Ferienlager und habe mit den Kindern gemalt. Wochen später hat mir meine Freundin Ölfarben gekauft“, erinnert er sich an die Anfänge. Lachend erzählt er, dass seine ersten Bilder haarsträubend gewesen seien. „Ich musste feststellen, dass es ohne Handwerkswissen nicht geht.“ Also lernte er es. „Ich habe mir Bücher über Maltechniken gekauft und versuchte, das Buchwissen umzusetzen.“

Erfolg als Maler

Seine ersten Werke waren naturalistisch. „Ich habe Rembrandt kopiert. Es faszinierte mich, wie er Porträts malte und mit Licht und Schatten umging.“ Auf seinem Weg zum bildenden Künstler spielten auch Landschaften eine Rolle. „Ich bin mit der Staffelei an die Rheinmündung und nach Südfrankreich gegangen und habe die Umgebung gemalt.“ Nach einem Museumsbesuch in Paris hinterließen die Impressionisten van Gogh und Monet einen nachhaltigen Eindruck bei ihm. „Ich erkannte, dass ich das darstellen muss, was ich erlebe, und nicht das, was ich sehe.“ Tschalleners impressionistische Phase dauerte einige Jahre. Diese Bilder kamen gut an. Er zeigte sie auf Ausstellungen und heimste viel Anerkennung ein. „Ich habe auch viele verkauft.“ Obwohl er als Maler Erfolg hatte, stürzte er in eine Schaffenskrise. „Das Äußere beeindruckte mich jetzt nicht mehr. Vielmehr verspürte ich den Drang, das Innere nach außen zu kehren.“ Ein Jahr lang schuf er kein einziges Werk. „Aber dann sind die Bilder einfach gekommen, als ob ein Staudamm gebrochen wäre. Innerhalb von 14 Tagen habe ich 24 Bilder gemalt.“ So fand Tschallener zum Expressionismus. Auch von diesen Bildern hat der Künstler inzwischen schon mehrere Hundert verkauft. Aber Tschallener ging es nie ums Geld. „Ich lebe für die Kunst, aber nicht von ihr.“ Seinen Lebensunterhalt verdient der Klauser damit, dass er Mal- und Zeichenkurse gibt. Außerdem arbeitet er für die Bregenzer Festspiele. „Wir sind ein Team, das Requisiten baut.“ Zu diesem Job kam er, weil er diesbezüglich Know-how mitbrachte. „Meine Spinnerei ist es, Hubschrauber detailgetreu zu bauen.“

Seine Kreativität hat sich aber noch andere Wege gebahnt. Vor zwölf Jahren kam er zum Filmen. Es begann mit Werbefilmen für die Volkshochschule Rankweil. Daraus wurde schnell mehr. „Ich habe dann mit Kollegen immer öfter Spielfilme gemacht.“  Das Wissen dazu eignete sich Tschallener über Fachbücher an. Der Künstler baute sich ein Filmteam auf, mit dem er Kurzfilme dreht. Tschallener ist der Kopf von „ogablick film“. Er schreibt die Drehbücher und zeichnet die Filmszenen. „Die Geschichten fallen mir in der Nacht ein.“ Auch der Malerei widmet er sich in der Nacht. „Ich muss allein sein.“ Der Erfolg ließ auch beim Filmemachen nicht auf sich warten. Tschallener und sein Team heimsten schon viele Preise für ihre Filme ein, unter anderem erreichten sie bei der Weltmeisterschaft für nichtkommerzielle Filme den dritten Rang. So wie die Malerei ist auch die Filmerei für Tschallener eine Ausdrucksmöglichkeit. „Bei beidem kannst du was erzählen.”

Bei der 4. Kluser Kurzfilmnacht am 5. November (ab 18 Uhr) im Winzersaal Klaus werden österreichische und ausländische Kurzfilme gezeigt.

Über die Kunst bringe ich mein Inneres zum Ausdruck.

Wolfgang Tschallener

Zur Person

Wolfgang Tschallener

schuf mit der "Kluser Kurzfilmnacht" eine Plattform, die es Filmemachern ermöglicht, ihre Filme zu zeigen. 

Geboren: 3. Mai 1957

Ausbildung: Handelsschule

Familie: verheiratet, drei Kinder

Hobbys: Malen, Filmen

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