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Mit Petition und Antrag gegen Villenabbruch

von Geraldine Reiner
Das Villenensemble von Architekt Georg Baumeister, erbaut in den Jahren 1892 bis 1906, besteht aus sechs benachbarten Häusern. Foto: VN

Das Villenensemble von Architekt Georg Baumeister, erbaut in den Jahren 1892 bis 1906, besteht aus sechs benachbarten Häusern. Foto: VN

Villa Freudeck Thema in der Bregenzer Stadtvertretung, Bürgerinitiative ärgert sich über Vorgehensweise.

Bregenz. (VN-ger) Das Bundesdenkmalamt verweist auf die Zuständigkeit der Stadt in Bezug auf den Ortsbildschutz. Der Bürgermeister wiederum beruft sich auf den Gestaltungsbeirat, der einen sogenannten „Ensemble-Schutz“ nicht sehe. Sehr zum Unverständnis der Bürgerinitiative, die seit geraumer Zeit um den Erhalt der Villa Freudeck am Bregenzer Ölrain kämpft. „Verärgert über die fehlende Transparenz von Planungsvorhaben und besorgt um den Umgang der Baubehörde der ,Kulturhauptstadt‘ Bregenz mit dem Ortsbild und dem kulturellen Erbe“ haben Wolfgang Purrucker, Robert Dünser, Felix Dünser sowie Christian und Barbara Türr am Mittwoch eine Petition bei der Stadt eingereicht. Gleichzeitig macht die SPÖ den bevorstehenden Abbruch der Jahrhundertwendevilla zum Thema in der heute, Donnerstag, stattfindenden Stadtvertretungssitzung.

„Nicht stichhaltig“

Wie in den VN berichtet soll die Villa Freudeck abgerissen und durch einen Wohnblock ersetzt werden. Die Villa ist Teil eines Ensembles des Architekten Georg Baumeister, zu dem außerdem die Villa Fünfland (wurde als besonders erhaltenswert eingestuft), die Villa Wolf­egg (steht unter Denkmalschutz), die Villa Säntis sowie die evangelisch-methodistische Kirche gehören.

Die Bürgerinitiative beruft sich zum einen auf das Räumliche Entwicklungskonzept (REK) der Stadt Bregenz, in dem festgehalten wird, Villen und die sie umgebenden Gartenanlagen durch Parkschutz und durch die Erstellung von Bebauungsplänen zu schützen (Ölrain, Josef-Huter-Straße, Belruptstraße). Zum anderen stoßen sich die Mitglieder an einer Stellungnahme von Bürgermeister Markus Linhart, wonach die Anwendung von Paragraph 17, Absatz 3 des Baugesetzes („Der Abbruch von Bauwerken und Bauwerksteilen darf die erhaltenswerte Charakteristik des Orts- oder Landschaftsteiles, dem das Bauwerk zuzuordnen ist, nicht erheblich beeinträchtigen“) einen Abbruch nicht verhindern wird können. „Offenbar gelten Landesgesetze in der Landeshauptstadt nicht“, stellt Dünser fest.

Die Initiative fordert neben dem Erhalt der Villa Freudeck als Teil des Baumeister-Ensembles und der aktiven Suche nach alternativen Bebauungsmöglichkeiten die Transparenz in der Baupolitik mit klaren und nachvollziehbaren Vorgaben, die Konkretisierung und Umsetzung des REK sowie eine Katalogisierung jener Gebäude, Plätze, Straßen und Viertel, die für das Selbstverständnis und die Identität der Stadt Bregenz stehen.

<p class="caption">Die Firma Hinteregger will in der Blumenstraße 3 anstelle der Villa eine Wohnanlage errichten.</p>

Die Firma Hinteregger will in der Blumenstraße 3 anstelle der Villa eine Wohnanlage errichten.

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