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Vorarlberger, über die man spricht. Oliver Huber (48)

Wald- und Wiesenmensch

Oliver Huber lässt in seinem Garten in Au alles wachsen, was aufkommt, und probiert viel mit heimischen Pflanzen aus. Foto: VN/Nussbaum

Oliver Huber lässt in seinem Garten in Au alles wachsen, was aufkommt, und probiert viel mit heimischen Pflanzen aus. Foto: VN/Nussbaum

Oliver Huber ist Kräuterpädagoge. Am 8. November erscheint sein erstes Buch „Kräuter aus dem Ländle“.

Au. (VN-jun) „Ich verarbeite alles, was mir zwischen die Finger gerät“, sagt Oliver Huber (48), der in seiner eigenen Manufaktur unter anderem Essig, Senf, Gelees, Marmeladen und Kräutersalze herstellt. Schon seit seiner Kindheit interessiert er sich für Kräuter. Mit sechs Jahren kam er zu den Pfadfindern nach Bregenz. Dort lernte er den Umgang mit Wildpflanzen. Von sich selbst sagt er auch: „Ich war schon immer ein Wald- und Wiesenmensch.“ Als Huber später auch noch Spaß am Kochen fand, überschnitten sich diese beiden Leidenschaften. „Vor 25 Jahren habe ich angefangen, selbst Kräuteressenzen und Kräutersalze herzustellen“, erzählt er. Das Wissen dazu hat er sich über Jahrzehnte hinweg selbst angeeignet.

Weil ihn das Thema dann tiefer interessierte, begann er eine Ausbildung zum Kräuterpädagogen am ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) in Hohenems. Dabei hat er sich auf die Herstellung von Essig spezialisiert, den er in doppelter Vergärung selbst produziert. „Ich mache Essig aus Brennnesseln, Früchten, Blüten und Kräutern“, informiert Huber. Bis der Essig ausgereift ist, vergeht ein Jahr. Im Keller hat er deshalb ein Lager errichtet, das er langsam aufbaut. „Ich bin seit vier Jahren mit einer Handelsagentur selbstständig. In Zukunft möchte ich das aber durch die Arbeit mit den Kräutern ablösen“, berichtet Huber.

Schatz der Natur

Kräuter können nämlich mehr, als viele Menschen denken. Sie sind nicht nur Medizin, sondern auch Nahrung. „Unsere Zellen sprechen die Sprache der Wildkräuter. Da kann ich auf
die Nahrungsergänzungmittel verzichten“, sagt er. „Die Natur ist ein riesiger Schatz. Sie stellt uns sehr viel in seiner ursprünglichen Form zur Verfügung. Das zu entdecken und zu erforschen, macht mir Spaß.“ Deshalb lässt er in seinem wilden Garten auch alles wachsen, was austreibt, und probiert viel mit heimischen Pflanzen aus.

Über diese hat Huber nun auch sein erstes Buch geschrieben. In „Kräuter aus dem Ländle“ stellt er gemeinsam mit Co-Autorin Christina Maria Benz 30 Kräuter und ein paar Wurzeln vor, die jeder in der Natur finden kann. „Das Werk ist aber keine Anleitung zur Weiterverarbeitung der Kräuter. Es führt den Leser zwar sehr weit hin, aber man muss selbst auch noch etwas dafür tun“, erklärt Huber. „Es soll ein Anreiz für die Menschen sein, sich mit dem Thema Kräuter auseinanderzusetzen.“

Buchpräsentation „Kräuter aus dem Ländle“ am Dienstag, 8. November, um 19 Uhr bei Russmedia

<p class="caption">Oliver Huber lässt in seinem Garten in Au alles wachsen, was aufkommt, und probiert viel mit heimischen Pflanzen aus. Foto: VN/Nussbaum</p>

Oliver Huber lässt in seinem Garten in Au alles wachsen, was aufkommt, und probiert viel mit heimischen Pflanzen aus. Foto: VN/Nussbaum

Unsere Zellen sprechen die Sprache der Wildkräuter.

Oliver Huber

Zur Person

Oliver Huber

ist Kräuterpädagoge aus Leidenschaft.

Geboren: 28. April 1968 in Nofels, aufgewachsen in Bregenz

Wohnort: Au

Hobbys: Kochen und Gartenarbeit

Lieblingskraut: Mädesüß

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