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Hinter den Kulissen. Politik, Personen und Parteien

Neue Jobs und die Farbe Blau

Amann kritisiert Eggers gehäufte Präsenz im Gemeindeblatt.

Amann kritisiert Eggers gehäufte Präsenz im Gemeindeblatt.

Teilzeitjob. Auf dem Weg zu neuen beruflichen Ufern: Karin Rettenmoser (55), zwischen 2001 und 2015 Stadtamtsdirektorin im Rathaus Hohenems, hat bei der gemeinnützigen Gesellschaft Aqua Mühle in Frastanz mit dem Altacher Bürgermeister und Aqua-Aufsichtsratschef Gottfried Brändle (63) sowie Geschäftsführer Peter Hämmerle (51) an der Spitze eine Teilzeitbeschäftigung gefunden. Die Juristin ist dort als bezahlte Sozialberaterin für die Bereiche Wohnen und Leben zuständig. Auch bei der Caritas soll Rettenmoser ihre Dienste zur Verfügung stellen, dort allerdings ehrenamtlich. Rettenmoser war im Mai 2015 in die Schlagzeilen geraten: Die streitbare passionierte Jägerin war nach 14-jähriger Tätigkeit vom mittlerweile abgewählten Stadtchef Richard Amann (60, VP) nach Querelen in die Bauabteilung versetzt worden, hatte die Versetzung nicht hingenommen und geklagt. Schlussendlich wurde ihr der Abschied vom Spitzenjob im Rathaus mit einer Abfertigung von 36 Monatsgehältern oder 334.000 Euro versüßt.


Wieder im dienst. Um SP-Klubobmann und Ex-Landesparteivorsitzenden Michael Ritsch (48) ist es zuletzt ruhig geworden. Ein Rückenleiden und Operationen zwangen ihn zur Rehapause. In dieser Woche ist Ritsch erstmals wieder in einer Funktion im Landtag in Erscheinung getreten, er leitete am Mittwoch den Landesvolksanwaltsausschuss. Den Hypo-U-Ausschuss kommende Woche wird er bekanntlich nicht anführen, den Vorsitz hat sein Fraktionskollege Reinhold Einwallner (43) übernommen. Dieser wird sich erst Anfang nächster Woche auf den Ausschuss vorbereiten können. Er vergnügte sich in den Flitterwochen in Südtirol. Der Abgeordnete heiratete PR-Expertin Monika Feldmann (44), die seit ihrem Ja vor dem Traualtar freilich Einwallner heißt.

 

Keine Freunde. Bürgermeister und Vizebürgermeister sollten sich eigentlich gegenseitig vertrauen und in vielen Bereichen des kommunalpolitischen Alltags nahestehen. Nicht so in Hohenems: Stadt­oberhaupt Dieter Egger (47, FP) und sein Vizegemeindechef Bernhard Amann (62, Emsige & Grüne) werden keine Freunde mehr. Nächster Konfliktpunkt: Eggers gehäufte Präsenz im Gemeindeblatt. Amann hat den Bürgermeister mit dessen Götzner Amtskollegen Christian Loacker (54, VP) verglichen. Während Egger in den bisherigen 43 Ausgaben des Jahres insgesamt 226 Mal vorgekommen sein soll, komme Loacker auf gerade mal 31 Erwähnungen. Auch sonst geht dem streitbaren Vizestadtchef die öffentliche Präsenz Eggers und seiner Partei zu weit: Einerseits sei das neue Inserat der Stadt mit dem Titel „Das neue Hohenems“ in Blau gehalten, was eindeutig auf die Partei Bezug nehme. Auch der traditionelle Stand der Blauen auf dem Emser Markt ist Amann ein Dorn im Auge: Über einen Antrag in der Stadtvertretung am kommenden Dienstag will der Vize sowohl Marktstand als auch Inseratenfarbe regeln.

Zitate der Woche

Ich habe mich vom grauen Mäuschen zu einer selbstbewussten jungen Frau entwickelt.

Amina Dagi, Ex-Miss-Austria, im VN-Gespräch

Die Kammer muss auch von etwas leben.

Christoph Leitl, Präsident, Wirtschaftskammer

Sie werden sich daran gewöhnen müssen, dass die sozialdemokratische Partei und die Gewerkschaft nicht immer dieselbe Position einnehmen.

Christian Kern, Kanzler, ärgert sich über ÖGB-Querschüsse

Als Regulierungsökonom wird man bescheiden. Man freut sich schon, wenn ein neues Gesetz nicht hinderlich ist.

Michael Böheim,
Wifo-Ökonom

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