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WAS WURDE AUS . . .? Dr. Eva Maria Waibel (63), Alt-Landesrätin, Hochschullehrerin

Die Pädagogik als Lebensinhalt

Waibel: „Meine Enkel machen mir viel Freude.“ Foto: VN/Steurer

Waibel: „Meine Enkel machen mir viel Freude.“ Foto: VN/Steurer

Pendlerin wegen Lehrtätigkeit an der Pädagogischen Hochschule in Klagenfurt – Buchautorin.

Dornbirn. (ee) Die Hochschullehrerin Prof. Mag. Dr. Eva Maria Waibel (63) aus Dornbirn war von Mai 1995 bis Oktober 2000 als Landesrätin Mitglied der Vorarlberger Landesregierung. Sie war Nachfolgerin der als Unterrichtsministerin in die Bundesregierung gewechselten bisherigen Landesrätin Elisabeth Gehrer und galt als Quereinsteigerin. Als Landesrätin unterstanden Eva Maria Waibel in der Folge die Ressorts Schule, Wissenschaft und Weiterbildung, Jugend und Familie sowie Frauen und Entwicklungszusammenarbeit. Zugleich war sie auch Amtsführende Präsidentin des Vorarlberger Landesschulrates. Aus freien Stücken legte sie ihr Amt am 11. Oktober 2000 nieder, um wieder in ihre ursprünglichen Berufsfelder zurückzukehren. Ihre Nachfolgerin als Landesrätin wurde Dr. Greti Schmid.

Ein Fulltime-Job

„Ich unterrichte heute an der Pädagogischen Hochschule Kärnten, der Viktor-Frankl-Hochschule in Klagenfurt und bin im Bereich der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonal tätig. Dabei lehre ich sozial- und gesellschaftswissenschaftliche Fächer. Das ist ein Fulltime-Job, und im Schnitt pendle ich alle zwei Wochen mit der Bahn von Klagenfurt nach Dornbirn und retour“, berichtet Waibel im Gespräch mit den VN. Ihre Freizeit verbringt sie mit ausgedehnten Aufenthalten in der Natur, Joggen, Langlaufen, Langstreckenschwimmen, Kochen, Lesen und der Beschäftigung mit ihren vier Enkelkindern. Und: „Mein Beruf ist auch mein Hobby; und ein Thema, mit dem ich mich besonders beschäftige, ist die Existenzielle Pädagogik in Anlehnung an Viktor Frankl.“ Viktor Emil Frankl, der von 1905 bis 1997 lebte, war ein österreichischer Neurologe und Psychiater. Er begründete die Logotherapie und Existenzanalyse. Worum aber geht es bei der Existenziellen Pädagogik? Waibel: „Das ist eine Pädagogik, die an der Person des Kindes, am Geistigen des Kindes und an dem, was ihm sinnvoll erscheint, orientiert ist. Sie ist sehr individuell, denn es geht dabei darum, auf das Kind einzugehen, mit ihm gemeinsam zu verstehen, was dem Kind im Leben sinnvoll erscheint. Mein Hauptgebiet ist zu ergründen, was aus der Lehre von Viktor Frankl für die Pädagogik hilfreich sein kann und umsetzbar ist.“

Veröffentlichungen

Eva Maria Waibel ist auch publizistisch tätig. Neben verschiedenen Fachartikeln veröffentlichte sie auch ganze Bücher. Im August erschien ihr Buch „Motivierte Kinder – authentische Lehrpersonen – Einblicke in den Existenziellen Unterricht“, weitere ihrer Bücher sind „Erziehung zum Selbstwert“ und „Erziehung zum Sinn – Sinn der Erziehung“.

Nach ihrem Rückzug aus der Politik im Jahre 2000 kehrte sie sofort wieder in den Lehrbetrieb zurück und ging als Gastprofessorin an die Trinity University im kanadischen Vancouver. 2001 wurde sie von der Regierung des Kantons Luzern zur Leiterin der dortigen Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung ernannt. Diese Stelle übte sie bis 2006 aus.

Von 2006 bis 2014 ereilte Waibel der Ruf als Dozentin für die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz. Zeitgleich war sie von 2008 bis 2012 auch an der Pädagogischen Hochschule in Tirol tätig, wo sie für das Zentrum für Führungspersonen mitverantwortlich war.

Politische Funktionen hat sie heute keine mehr. „Das ist durch meine Tätigkeiten außerhalb des Landes praktisch unmöglich geworden“, meint sie abschließend.

Zur Person

Prof. Mag. Dr. Eva Maria Waibel

Geboren: 1953 in Dornbirn

Ausbildung: Matura, Pädagogische Akademie, Lehramtsprüfung für Volks- und Hauptschulen, Studium der Pädagogik und Psychologie

Beruflicher Werdegang: Volks- und HS-Lehrerin, Lehrverpflichtung am Polytechnischen Lehrgang, Lehrauftrag an der Pädagogischen Akademie, seit 2012 an der Viktor-Frankl-Hochschule in Klagenfurt

Politik: 1977 Mitglied im ÖAAB, Landesobfrau der Frauenbewegung, Stellv. Obfrau im ÖAAB, Landesrätin

Familie: verheiratet, zwei Kinder,
vier Enkel

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