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Schnäppchenjäger auf großer Einkaufstour

von Josef Hagen
Tausende Schnäppchenjäger stürmten den Dornbirner Flohmarkt. Fotos: VN/Sams

Tausende Schnäppchenjäger stürmten den Dornbirner Flohmarkt. Fotos: VN/Sams

30.000 Besucher: Auf Dornbirner Flohmarkt klingelten die Kassen. Erlös für soziale Zwecke.

Dornbirn. (ha) Auch nach 45 Jahren hat der Dornbirner Flohmarkt der Pfadfinder und des Lions-Club Vorarlberg nichts an Attraktivität verloren. Im Gegenteil: Um die 30.000 Schnäppchenjäger stürmten am Samstag und Sonntag den größten Basar Österreichs, und keiner ging mit leeren Händen nach Hause.

Erstaunlich, was die spendenfreudige Bevölkerung wieder im Keller, Küchenkasten oder auf dem Dachboden gefunden und den Flohmärktlern zur Verfügung gestellt hat. Ein großzügiger Unterstützer trennte sich gar von einem wunderschönen, wohl um die 100 Jahre alten Schrank, der schon kurz nach der Eröffnung um 900 Euro den Besitzer wechselte, freute sich der Boss der Abteilung für Antiquitäten, Martin Rhomberg, seit Jahrzehnten begeisterter „Flohmärktler“, über ein besonders gutes Geschäft: „Es ist interessant, was für alte Schätze in den Messehallen zu neuem Leben erweckt werden. Das Sammelgut belegt aber auch, dass wir in einer ziemlichen Überflussgesellschaft leben.“ Neben „Bsundrigem“ stapelte sich auf den Regalen aber auch allerlei „Glump“, angefangen vom gebrauchten Turnschuh bis zur lädierten Bratpfanne. Auch dafür gab es Käufer.

Geld sitzt nicht mehr locker

Die Kassen klingelten jedenfalls kräftig, zeigte sich der oberste Flohmarktorganisator, „Sunny“ Fässler, mit dem Umsatz mehr als zufrieden. Allerdings stellte er fest, dass das Geld nicht mehr so locker sitzt wie früher: „Es wurde kräftig gefeilscht, und einige glaubten gar, sich gratis mit allerlei Nützlichem eindecken zu können.“

Dass der Flohmarkt auch nach bald einem halben Jahrhundert immer noch bestens läuft, ist nicht zuletzt auch dem Engagement vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer zu verdanken. Allein an den beiden Flohmarkttagen standen knapp 500 Leute hinter den Verkaufsständen, halfen beim Abtransport sperriger Waren oder sorgten für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher. Und alle guten Geister legten sich aus einem Grund ist Zeug: Der Erlös wird, alter Tradition entsprechend, für soziale Zwecke verwendet. Eine stolze Summe etwa wird für eine neue Küche im Ferienheim Maien zur Verfügung gestellt. „Wir wollen aber auch mit kleineren Beträgen Menschen helfen, die sich notwendige Dinge nicht leisten können“, denkt Fässler etwa an eine Mutter, die für ihr Kind dringend einen Rollstuhl benötigt.

15 Monate Pause

Seit 1993 ist das Messegelände der ideale Standort für den großen Flohmarkt. Da nächstes Jahr einige Hallen wegen Umbauarbeiten nicht mehr zur Verfügung stehen, geht der nächste Flohmarkt erst wieder im Februar 2018 über die Bühne, dann aber in den neuen Hallen.

<p class="caption">600.000 Geschirrteile stapelten sich auf den Regalen.</p>

600.000 Geschirrteile stapelten sich auf den Regalen.

<p class="caption">Etwa 500 Freiwillige standen hinter den Ständen, halfen beim Abtransport sperriger Waren oder sorgten für das leibliche Wohl der Besucher.</p>

Etwa 500 Freiwillige standen hinter den Ständen, halfen beim Abtransport sperriger Waren oder sorgten für das leibliche Wohl der Besucher.

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