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SPITZENKÖCHE, PROMINENTE UND VN-LESER KOCHEN AUF. Teil 8/10

Ein sündhaft gutes Essen

von Geraldine Reiner
Das Nudelgericht mit der scharf-würzigen Tomatensauce hat es Marc Girardelli angetan. Foto: VN/Hofmeister

Das Nudelgericht mit der scharf-würzigen Tomatensauce hat es Marc Girardelli angetan. Foto: VN/Hofmeister

Marc Girardelli macht nicht nur auf der Piste, sondern mittlerweile auch in der Küche eine gute Figur.

Dornbirn. (VN-ger) Wieso dieses Nudelgericht mit der scharf-würzigen Tomatensauce so heißt wie es heißt, weiß niemand so genau. Fest steht: Die Italiener gaben ihm den Namen „Spaghetti puttanesca“, zu deutsch: „Spaghetti nach Hurenart“. Eine der zahlreichen Anekdoten über den Ursprung des Namens besagt, dass Liebesdienerinnen diese Pasta schnell und einfach zwischen den Besuchen ihrer Kunden zubereiten konnten. Eine andere, dass sie nur einmal wöchentlich einkaufen gehen durften und sie daher auf haltbare Lebensmittel angewiesen waren.

Keine Experimente

Verfänglicher Name hin oder her. Marc Girardelli (53) schätzt daran vor allem den „Geschmack, der ins Bittere reingeht. Außerdem bin ich ein Freund von Peperoncini. Mittlerweile habe ich auch meine Kinder daran gewöhnt“, erzählt der ehemalige Skistar.

Bei den Spaghetti alla puttanesca spielen neben Sardellen noch Zwiebeln, Knoblauch, schwarze Oliven, Kapern und Tomaten eine tragende Rolle. Keine Experimente geht Marc Girardelli außerdem bei den Nudeln ein. „Die kenne ich von meiner ehemaligen italienischen Freundin aus Neapel. Ihre Familie hat auf De Cecco geschworen“, plaudert der 53-Jährige aus dem Nähkästchen, während er sich an der blau-gelben Verpackung zu schaffen macht.

Entspannt am Herd

Auch wenn sich Girardelli selbst als Restaurantgeher bezeichnet, übt er sich immer öfter in der Entspannung am Herd und steht zu Hause regelmäßig in der Küche. „Ich koche, wenn ich alleine mit meinen Kindern bin. Meine Frau ist berufstätig. Ich kann mir meine Zeit besser einteilen.“

Heute schwingt der Unternehmer ausnahmsweise nicht in den eigenen vier Wänden, sondern baustellenbedingt in der Kochagentur Michael Ritter in Dornbirn den Kochlöffel. „Ein mageres Sugo ist wie eine zu magere Frau“, sagt er und schmunzelt, als er sich entscheidet, den gesamten Inhalt der Sardellen-Dose zu verwenden. Kurz darauf sind Spagehetti „al dente“, wörtlich „für den Zahn“, gekocht. Zeit, sie mit der Sauce und dem Parmesan zu vermischen. Jetzt fehlt nur noch eines: Die perfekte Begleitung zum sündhaft guten Essen. „Der Altrovino vom Weingut Duemani ist ein idealer Wein zu Pasta“, bekräftigt der gebürtige Lustenauer und schwenkt das Glas schwungvoll.

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