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Fünf Fragen – fünf Antworten

„Für Menschen besteht keine Gefahr“

von Michael Gasser
Noch immer werden auf Vorarlberger Seite des Bodensees tote Wildvögel angeschwemmt. Foto: Niederer

Noch immer werden auf Vorarlberger Seite des Bodensees tote Wildvögel angeschwemmt. Foto: Niederer

Vogelgrippe-Virus H5N8 gefährdet Hausgeflügel. Keine Gefahr für Menschen.

bregenz. (VN-mig) Das Virus ist höchst aggressiv. Deshalb müsse bei der Seuchenbekämpfung alles darangesetzt werden, die Erreger nicht weiter nach außen kommen zu lassen, heißt es seitens des Landes.

Was wird gegen eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest unternommen?

Mit der offiziellen Bestätigung der Geflügelpest in Hard und Möggers hat das Gesundheitsministerium Schutzmaßnahmen verordnet. Es wurde eine Schutzzone in einem Radius von drei Kilometern um den betroffenen Betrieb und eine Beobachtungszone mit mindestens zehn Kilometern definiert. 17 Gemeinden sind von den Maßnahmen betroffen (siehe Grafik). Ein wesentlicher Aspekt ist die Stallhaltung. „Wir haben es mit einer hochansteckenden Tierseuche zu tun, die nur Geflügel befällt. Geflügel ist allerdings höchst gefährdet“, sagt Landesveterinär Norbert Greber.

Muss die Stallhaltung befolgt werden?

Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass ein fahrlässiges Verbreiten der Tierseuche einen Strafbestand darstellt. Das Land setzt deshalb stark auf Information. „Erst beraten, dann kontrollieren“, so Agrarlandesrat Erich Schwärzler. Dazu habe man eine Hotline eingerichtet (0810-810600). Das Land appelliert auch an die Eigenverantwortung. Die Gesundheit der Tiere habe jetzt oberste Priorität.

Können Wildvögel vor der Vogelgrippe geschützt werden?

Am Bodensee gibt es rund 200.000 Wildvögel. Laut Experten des Max-Planck-Instituts sei schon aufgrund der großen Zahl ein Schutz vor der Vogelgrippe nicht möglich. Zuletzt wurden allerdings nur noch vereinzelt tote Tiere angeschwemmt. Sie werden von Mitarbeitern der Gemeinden fachgerecht entsorgt. Sind neue Vogelarten dabei, werden Proben eingeschickt. Laut Veterinär Greber laufen Tests bei einer Elster und auch bei Möwen.

Besteht für den Menschen eine Ansteckungsgefahr?

Für Menschen ist das jetzt aufgetretene Vogelgrippe­virus H5N8 ebenso ungefährlich wie für andere Tiere. Das Virus werde seit Jahren beobachtet. „Bisher ist noch nie eine Ansteckung nachgewiesen worden“, klärt Sanitätsdirektor Wolfgang Grabher auf.

Können Geflügelprodukte weiterhin verzehrt werden?

Der Verzehr von Geflügelprodukten sei weiter unbedenklich, betont Vorarlbergs Gesundheitslandesrat Christian Bernhard. Als vorsorglicher Gesundheitsschutz werden die üblichen Maßnahmen – Fleisch durchgaren, Eier durchkochen, Fleisch von Geflügel im Kühlschrank gesondert aufbewahren – empfohlen.

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