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Franz-Ritter bleibt vorerst ein Bregenzer Problemkind

von Geraldine Reiner

Kreisverkehr an der Bregenzer Franz-Ritter-Kreuzung wird frühestens 2018 realisiert.

Bregenz. (VN-ger) Die Franz-Ritter-Kreuzung in Bregenz ist nichts für schwache Nerven. Vor allem in den Spitzenverkehrszeiten ist Stau vorprogrammiert. Laut einer Knotenstromzählung aus dem Jahr 2013 passieren pro Stunde bis zu 1500 Fahrzeuge die Kreuzung (siehe Grafik). Um gerade den Schülern eine gefahrlose Querung der Kreuzung zu ermöglichen, regeln seit einigen Jahren Polizisten vor Schulbeginn den Verkehr. Im Jahr 2013 wurde schließlich beschlossen, die Kreuzung durch einen Kreisverkehr zu entschärfen. Das Projekt wurde in das „mittelfristige Bauprogramm“ aufgenommen und hätte 2017 umgesetzt werden sollen.

Die Betonung liegt auf hätte. Denn auch im kommenden Jahr wird sich an der problematischen Verkehrssituation wohl nichts Grundlegendes ändern. „2017 schaffen wir es nicht. Das geht sich vom Verfahren und den Grundablösen nicht aus“, sagt Gerhard Schnitzer, Leiter der Abteilung Straßenbau des Landes.

Die Kreuzung der Josef-Huter-Straße bzw. Kennelbacher- und Langenerstraße mit der Gallus- bzw. Landstraße gehört nicht erst seit gestern zu den neuralgischen Punkten im Bregenzer Stadtgebiet: Ende der 1990er-Jahre wurde der Kreuzungsbereich schon einmal baulich umgestaltet und der Vorrang im Zusammenhang mit der Langener Straße geändert – entscheidend verbessert hat sich die Situation dadurch allerdings nicht. Erst recht nicht, als im Oktober 2004 der Vollausbau des Weidachknotens eröffnet wurde.

2018 oder 2019

Beim Land wird der Baubeginn für den Kreisverkehr mittlerweile „für 2018, spätestens für 2019“ angestrebt. Während das Behördenverfahren nur noch Formsache sein dürfte, müsse man mit insgesamt vier Grundeigentümern eine Einigung finden. „Wir brauchen von jeder Seite ein bisschen was“, sagt Projektleiter Markus Neyer vom Landesstraßenbauamt. Die Kosten belaufen sich demnach auf rund 800.000 Euro, Bregenz finanziert das Projekt mit einem aliquoten Teil in Bezug auf die Verkehrsströme aus der Gallus- bzw. Landstraße (sind beides Gemeindestraßen) mit. Leistungsengpässe bei der Franz-Ritter-Kreuzung gibt es Messungen zufolge hauptsächlich am Morgen und am Abend. Während die Verkehrslawine zwischen 7.30 und 8.30 Uhr insbesondere stadteinwärts (662 Fahrzeuge/Stunde) rollt, sind zwischen 16.45 und 17.45 Uhr die meisten Autos (355/Stunde) stadtauswärts unterwegs.

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