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Krippenbauer stellen ihre Kunstwerke vor

Krippenbauer aus Rankweil: Roswitha Schnetzer (Standesbeamtin in Rankweil) mit Aline und Helmut Madlener. Foto: hw

Krippenbauer aus Rankweil: Roswitha Schnetzer (Standesbeamtin in Rankweil) mit Aline und Helmut Madlener. Foto: hw

In Baukursen der Vereine in ganz Vorarlberg sind rund 1500 neue Krippen entstanden.

Schwarzach. (hw) 19 Vorarlberger Krippenvereine sowie zwei Vereine aus Diepoldsau und Liechtenstein haben auch in diesem Jahr ihre Krippenbaukurse durchgeführt. 1500 kleine Kunstwerke in allen Stilrichtungen sind dabei wieder entstanden und werden mit Stolz auf den 21 Krippenausstellungen im ganzen Land präsentiert.

Franziskaner brachten Krippe

Bereits in frühchristlicher Zeit stellten Gläubige die Geburtsszene Jesu anhand der Evangelientexte in der Bibel nach. Die erste Weihnachtskrippe stand in Bethlehem und wurde im Jahre 354 von Papst Liberius nach Rom in die Kirche Santa Maria Maggiore gebracht. Der Legende nach soll es dieselbe Krippe sein, in der Jesus Christus wirklich gelegen hat. Franz von Assisi stellte in einer Felsgrotte mit seinen Brüdern und Schwestern die berührende Szene von Bethlehem nach. Durch die Ausbreitung der Franziskaner kam der Brauch der Weihnachtskrippe auch schnell über die Alpen nach Österreich und auch zu uns ins Land. Bald tauchten auch in den Gotteshäusern die ersten Krippen auf. Besonders die Jesuiten setzten beim Krippenbau alle möglichen Techniken der Illusionskunst, des Lichts und der Tiefenräumlichkeit ein. Diese anschaulich besinnliche Idee verbreitete sich bald im ganzen Land. Weihnachtskrippen veranschaulichen das Ereignis von Christi Geburt. Maria, Josef und das neugeborene Kind im Stall, die Hirten, Ochs und Esel, der Komet und die Ankunft der Hl. Drei Könige werden ausdrucksstark und raumgreifend inszeniert. Im Mittelalter waren es Klosterfrauen, die zum Weihnachtsfest andächtig Wiegen schaukelten. Ihre Blüte erfuhr die Krippe, wie wir sie heute kennen, im Barock. Die Krippe wurde, lange vor dem Christbaum, zum Weihnachtsschmuck der privaten Häuser und behauptet ihren Platz bis heute.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts bevorzugte man in den Krippendarstellungen das heimatliche Milieu. Dann kam die orientalische Krippe mit morgenländischer Landschaft und Architektur immer mehr zur Geltung. Die zentrale Szene der Geburt Christi wird oftmals an die eigene Lebenswelt angepasst. Heute ist das alpine Leben in den Krippen zurückgetreten und es herrscht Wirklichkeits­treue im orientalischen Stil vor. Doch noch immer gibt es genug zu erzählen, um fantasievolle Krippenlandschaften zu bauen, die ganze Zimmer füllen können.

Boom für Krippenbauer

Seit 1924 beschäftigt man sich in Vorarlberg, beginnend in den Vereinen Dornbirn, Lustenau und Rankweil, wieder intensiv mit dem Krippenbau. Mit der Gründung des Landesverbandes im Jahre 1930 fiel der Startschuss für die Tätigkeit weiterer Ortsvereine. Nach der jahrelangen Stagnation in Sachen Krippenbau setzte vor rund 20 Jahren ein heute noch anhaltender Boom ein. So werden Jahr für Jahr von den über 1500 Mitgliedern der Vereine, aber auch von einer großen Zahl von Neulingen mit viel Liebe zum Detail Krippen in den verschiedensten Stilrichtungen gebaut.

Faszination lässt nicht los

Dabei spielt das Alter der „Krippalar“ überhaupt keine Rolle. So strahlt der neunjährige Fraxner Tobias Porod, der seinen Vater ab und zu zum Krippenabend begleiten darf, seit er weiß, dass er im kommenden Jahr seine eigene Krippe bauen darf, mit der Krippenbeleuchtung um die Wette. Aber auch den Meininger Gemeindearzt Michael Oberzinner hat vor zwölf Jahren die Faszination des Krippenbauens erfasst. „Ursprünglich wollte ich lediglich eine Krippe für meine Ordination bauen. Doch vom ersten Tag an hat mich das Krippenfieber erfasst und nicht mehr losgelassen. Seit nunmehr zwölf Jahren gehört mit Ende August der Freitagabend dem Krippenbau. Es ist ein wunderbarer Ausgleich zu meinem Beruf und ein wunderschönes Hobby geworden“, so der Allgemeinmediziner. An die 1500 Krippen im ländlichen oder orientalischen Stil, als Schnee- oder Stilkrippe werden Jahr für Jahr für den privaten Gebrauch, aber auch für Kirchen und immer mehr auch für Firmen in Vorarlberg gebaut. Die Ergebnisse in Form der heuer erbauten Kunstwerke können bei den zahlreichen Krippenausstellungen im ganzen Land besichtigt werden. Den Auftakt machen heute, Samstag, die Krippenbauvereine aus Hard und dem benachbarten Diepoldsau.

Ab August gehört der Freitagabend dem Krippenbauen.

Michael Oberzinner

Krippenausstellungen 2016

Woche 46

Krippenfreunde Diepoldsau
Kath. Pfarrzentrum Diepoldsau; Samstag, 19.11, 18–21 Uhr, 18 Uhr Krippensegnung, Sonntag, 20. 11, 10–17.30 Uhr

Krippenverein Hard
Gemeindesaal In der Wirke – Spannrahmen; Samstag, 19. 11, 14–20 Uhr, 16.30 Uhr Krippensegnung, Sonntag, 20. 11, 10–18 Uhr

Woche 47

Krippenverein Braz
Klostertalhalle Braz; Samstag, 26.11., 14–21 Uhr mit Krippensegnung, Sonntag, 27. 11, 10–17 Uhr

Krippenfreunde Großwalsertal
Mittelschule Blons; Samstag, 26. 11., 14–20 Uhr, Sonntag, 27. 11., 10–17 Uhr

Krippenverein Lustenau
Reichshofsaal Lustenau; Freitag, 25. 11., 14–21 Uhr, Samstag, 26. 11., 10–21 Uhr, Sonntag, 27. 11.,
9–18 Uhr, Ansprache und Segnung der Krippen am Sonntag, 27. 11.,
ca. 11 Uhr

Woche 48

Krippenverein Dornbirn
Kulturhaus Dornbirn; Samstag, 3. 12., 10–18 Uhr, 10 Uhr Krippenweihe, Sonntag, 4. 12., 10–18 Uhr

Krippenverein Koblach-Altach
Saal DorfMitte, Koblach; Samstag, 3. 12., 13–20 Uhr, Sonntag, 4. 12., 9–17 Uhr

Krippenfreunde Liechtenstein
Gemeindesaal FL-9491, Ruggell, Nelleng. 40; Samstag, 3. 12., 11–20 Uhr, Sonntag, 4. 12., 11–17 Uhr

Krippenverein Nenzing
Ramschwagsaal Nenzing; Freitag, 2. 12., 19–22 Uhr, mit Krippensegnung, Samstag, 3. 12., 14–20 Uhr, Sonntag, 4. 12., 8–17 Uhr, Samstag und Sonntag mit Krippenkaffee und Kreativmärktle, der Zugang ist barrierefrei

Krippenfreunde Rankweil
Vereinshaus – Untere Bahnhof­straße 10; Freitag, 2. 12., 18.30 Uhr Eröffnung und Krippensegnung, Samstag, 3.12., 10–18 Uhr, 19 Uhr Jahreshauptversammlung, Sonntag, 4.12., 10–18 Uhr

Krippenbauverein Sulzberg
Laurenzisaal Sulzberg; Samstag, 3.12., 10–21 Uhr, Sonntag, 4. 12., 10–18 Uhr

Woche 49

Krippenverein Altenstadt
Volksschule Altenstadt, Schulweg; Samstag, 10. 12., 13–21 Uhr,
Sonntag, 11. 12., 10–17 Uhr

Krippenverein Buch
Gemeindesaal Buch; Samstag, 10. 12., 14–22 Uhr, 20 Uhr Krippensegnung, Sonntag, 11. 12., 9.30–17 Uhr

Krippenverein Götzis
Junker-Jonas-Schlössle; Freitag, 9. 12., 19–21 Uhr mit Krippensegnung, Samstag, 10. 12., 10–20 Uhr, Sonntag, 11. 12., 10–17 Uhr

Howilar Krippelar
HOKUS – Gemeindesaal Hohenweiler; Samstag, 10. 12., 16–22 Uhr im Rahmen des „Stimmungsvollen nächtlichen Weihnachtsmarktes“

Krippenbauverein Innermontafon
Gemeindesaal St. Gallenkirch; Samstag, 10. 12., 14–21 Uhr, 14 Uhr Krippensegnung, Sonntag, 11. 12., 9–17 Uhr

Krippenbauverein Rheindelta
Pfarrsaal Höchst – Kirchplatz; Freitag, 9. 12., 19 Uhr Eröffnung mit Krippensegnung, Samstag, 10. 12., 15–20 Uhr, Sonntag, 11. 12., 9–18 Uhr

Krippenverein Satteins
Volksschule Satteins, Schulplatz 5; Samstag, 10. 12., 14–20.30 Uhr mit Krippensegnung, Sonntag, 11.12, 10–17 Uhr

Krippenbauverein Tisis
Gasthaus Löwen, Löwensaal, Tisis, Dorfstr. 28; Samstag, 10. 12., 14–22 Uhr, Sonntag, 11. 12, 10.30–17 Uhr

Woche 50

Krippenbauverein Fellengatter
Haus der Begegnung, Frastanz; Samstag, 17. 12., 14–20.30 Uhr, Sonntag, 18. 12, 9–18 Uhr, 10.30 Uhr Krippensegnung

Krippenverein Hittisau
Schulungsraum der Feuerwehr im Feuerwehr- und Kulturhaus Hittisau; Samstag, 17. 12., 18–22 Uhr, 20.30 Uhr Krippensegnung, Sonntag, 18.12, 9.30–16.30 Uhr

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