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WAS WURDE AUS . . .? Josef Mathis (65), Alt-Bürgermeister von Zwischenwasser

„Ein Querdenker mit Weitsicht“

Josef Mathis: „Außenmaß und Hausverstand müssen als Gradmesser gelten.“  Foto: VN/Paulitsch

Josef Mathis: „Außenmaß und Hausverstand müssen als Gradmesser gelten.“ Foto: VN/Paulitsch

Einsatz für die Hebung der Bauqualität – Stärkung der Gemeinden und Regionen.

Zwischenwasser. (ee) „Ich habe kein Talent zum Nichtstun“, erklärt im VN-Gespräch der frühere Langzeit-Bürgermeister (ÖVP) von Zwischenwasser, Josef Mathis (65). Er ist 2013 nach 33 Jahren aus dieser Funktion ausgeschieden. Damals bezeichnete ihn LH Markus Wallner in seiner Laudatio als „Querdenker mit Weitsicht“. Ein besonderes Anliegen war Mathis stets die Bürgerbeteiligung. Und Mathis weiter: „Heute habe ich noch zwei große Hobbys: Ich bin Österreich-Obmann im Verein ,Zukunftsorte‘ und Vorstandsmitglied beim Verein ,LandLuft‘ in Wien.“

Der Verein „Zukunftsorte“, dessen Mitbegründer Mathis ist, versteht sich als Plattform für innovative Gemeinden in ganz Österreich. „Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist, dass diese Gemeinden bereits innovative Projekte verwirklicht haben, etwa in den Bereichen Soziales, Bau, Kultur oder Umwelt. Die Zielsetzung ist es, voneinander zu lernen und durch Vernetzung zu einer allgemeinen Qualitätssteigerung des Lebens in den Gemeinden beizutragen“, so Mathis. Der Verein wurde 2011 ins Leben gerufen.

Bei seinem zweiten großen Hobby, der Mitgliedschaft im Vorstand des Vereins „LandLuft“, geht es um die Qualitätssteigerung der gebauten Umwelt im ländlichen Raum. Und da jede private bauliche Maßnahme im öffentlichen Raum stattfindet, soll der Bürgerbeteiligung und der Schaffung einer entsprechenden Gesprächskultur zwischen den Bauherren und den betroffenen Mitbürgern viel Platz eingeräumt werden. „Ich war lange das einzige Vorstandsmitglied, das aus der Politik kommt und konnte so deshalb viel erreichen, weil ich mit anderen Politikern auf Augenhöhe sprechen konnte und die richtige Verhandlungsbasis gefunden habe.“

Gestaltungsbeirat

Zwischenwasser (der Sammelbegriff für die Ortschaften Muntlix, Dafins und Batschuns) selbst hat seit 1992 einen Gestaltungsbeirat, der auch Vorberatungen für die Bauwerber anbietet. Im Jahre 2009 wurde die Gemeinde für ihre architektonische Entwicklung mit dem österreichischen Baukultur-Gemeindepreis ausgezeichnet.

Mathis war bei seinem Amtsantritt mit 29 Jahren der jüngste Bürgermeister Vorarlbergs. Er übte das Amt hauptberuflich aus, er sah frühzeitig die großen visionären Themen wie Energiewende, Klimaschutz, Bürgerbeteiligung und räumliche Entwicklung und hat diese auch angepackt.

In seiner Ära entstand u. a. die erste Solarschule Österreichs in Dafins, und er war auch Pionier bei der Einführung der E-Autos. Zudem ist die Gemeinde e5-Gründungsmitglied und erreicht, was den Umsetzungsgrad des e5-Maßnahmenkatalogs anbelangt, einen Spitzenwert.

Hohe Transparenz

„Ich habe immer offen meine Meinung gesagt, auch dem Land gegenüber, und ich habe die Stimme des Volkes mit einbezogen. Auch bei Entscheidungen, die vielleicht nicht populär waren. Dadurch wird Politik transparenter“, so Mathis abschließend.

Zur Person

Josef Mathis (65)

Geboren: 1951 in Batschuns

Ausbildung: Volks-, Hauptschule, Lehre als Karosseriebauer, Meisterprüfung

Werdegang: 1980 bis 2013 Bürgermeister von Zwischenwasser

Familie: verheiratet, vier Kinder,
sechs Enkel.

Hobbys: Fischen, Radfahren, Skifahren.

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