IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!
Hier klicken und mitmachen!

Frauen auf der Überholspur

von Johannes Huber

Bildungsstand der Bevölkerung steigt. Und damit verbessern sich auch die Karrierechancen.

Schwarzach. (joh) Wie viel ein höherer Bildungsabschluss wert ist, geht nicht zuletzt aus den Arbeitsmarktdaten jedes Mal aufs Neue hervor: Wer in seiner Kindheit und Jugend nicht über Pflichtschulen hinausgekommen ist, steht als Erwachsener mit doppelt so großer Wahrscheinlichkeit immer wieder ohne Job da wie jemand, der etwa eine Lehre oder ein Studium absolviert hat.

So gesehen sind die Entwicklungen „erfreulich“, wie auch Bildungslandesrätin Bernadette Mennel (ÖVP) nach einem Blick in die Statistik feststellt: Immer weniger Vorarlbergerinnen und Vorarlberger im Alter von 25 bis 64 Jahren haben ausschließlich Pflichtschulen besucht. Immer mehr können zusätzlich entweder auf weiterführende Schulen, eine Lehre oder eine Hochschule verweisen, die sie abgeschlossen haben. „Das ist wichtig, denn damit steigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, so Mennel im Gespräch mit den VN.

Steigerung bei den Frauen

Größere Fortschritte beim Bildungsstand, den die Statistik Austria jährlich ausweist, verzeichnen vor allem Frauen: Bereits 13 Prozent der 25- bis 64-jährigen Vorarlbergerinnen haben erfolgreich an einer Akademie, Fachhochschule oder Universität studiert; 2009 waren es erst 10,8 Prozent. Bei Männern ist der Anteil mit 13,4 Prozent zwar noch immer höher; die Steigerungen fallen bei ihnen jedoch weniger stark aus, sodass es aus heutiger Sicht nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Frauen vorne liegen. Zumal Mädchen, die noch die Schulbank drücken, nachdrängen: „60 Prozent streben eine Matura an“, zitiert Mennel das Ergebnis einer entsprechenden Befragung: „Bei den Burschen sind es ein bisschen weniger.“ Im Bundesländer-Vergleich ist der Anteil der Hochschulabsolventen in Vorarlberg freilich nach wie vor gering: Frauen und Männer zusammengerechnet beträgt er 13,2 Prozent. Nur im Burgenland sind es mit 11,7 Prozent weniger. Der Durchschnittswert beträgt 16,2 Prozent; in Wien sind es fast 25 Prozent.

Zu viel des „Guten“

Die Bundeshauptstadt ist allerdings das beste Beispiel dafür, dass es auch zu viel des „Guten“ geben kann: Die Arbeitslosigkeit ist dort relativ hoch. Zumindest ebenso entscheidend ist also die Mischung. Gefragt sind auf dem Arbeitsmarkt vor allem auch Fachkräfte, die durch eine Lehre eine praxisnahe Ausbildung genossen haben. In den meisten Ländern geht der Anteil dieser Leute signifikant zurück. Vorarlberg zählt zu den wenigen, in denen er in den vergangenen fünf Jahren kaum gesunken ist; mit 34,6 Prozent ist er nur um einen Zehntelprozentpunkt zurückgegangen. In Wien beträgt er gerade einmal 22,5 Prozent.

Das ist wichtig, damit steigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

LR Bernadette Mennel
Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.