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Kinder und ihre Sicht auf die Politik

von Marlies Mohr
So ungezwungen gehen Kinder im Spiel miteinander um, wenn ihnen die Möglichkeiten dazu geboten werden. Foto: welt der kinder

So ungezwungen gehen Kinder im Spiel miteinander um, wenn ihnen die Möglichkeiten dazu geboten werden. Foto: welt der kinder

Beim World Peace Game zeigt die Jugend auf, wie Konflikte und Probleme lösbar wären.

Bregenz. (VN-mm) Heute wird im Landhaus in Bregenz zum 6. Mal der Kinderrechtepreis vergeben. Insgesamt 47 Einsendungen gab es für den alle zwei Jahre ausgeschriebenen Wettbewerb. „Das ist um die Hälfte mehr als in anderen Bundesländern“, freut sich Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch. Er stellt auch der Beteiligung von Kindern an Entscheidungen ein positives Zeugnis aus. „Was das angeht, sind wir in Vorarlberg gut unterwegs“, bestätigt er. Ein Beispiel dafür ist das World Peace Game, in dessen Rahmen sich Kinder und Jugendliche mit den Problemen dieser Welt befassen. Begleitet werden sie dabei von Verantwortlichen des Vereins „Welt der Kinder“.

Beratung für Gemeinde

Das Spiel wurde erstmals im April und September in Bregenz und Vaduz gespielt, die nächsten Spiele sind für den kommenden Februar in Hard, Bregenz und dem Leiblachtal geplant. In Hohenweiler etwa gibt Bürgermeister Wolfgang Langes den World-Peace-Game-Botschaftern einen Einblick in das Gemeindegeschehen und lädt sie außerdem ein, die Kommune zu beraten, welche Maßnahmen aus Sicht der jüngsten Bürger sinnvoll sind.

Bewusstsein schaffen

Das Netzwerk „Welt der Kinder“ baut zudem eine filmische Informationsplattform auf (www.weltderkinder.at), um Orientierung zu Auswirkungen und dem Entwickeln von Maßnahmen zu geben und lädt junge Menschen ein, sich in politische Teilhabe einzuüben. „Es gilt das öffentliche Bewusstsein dafür zu sensibilisieren, wie neue Gleichgewichte gefunden werden können. Ein zentraler Punkt ist die Beteiligung der Betroffenen, der Kinder und Jugendlichen selbst. Kinderkonferenzen in Vorarlberger Gemeinden zeigen: Kinder setzen sich intensiv mit der Frage auseinander, wie Ungleichheit und Ungerechtigkeit entgegengewirkt werden kann. Sie erleben es vor allem als beschämend, außerstande zu sein, etwas mit anderen zu teilen, weil sie selbst zu wenig haben“, weiß Carmen Feuchtner.

Beim World Peace Game geht es für 36 Teilnehmer fünf Tage um Weltpolitik. In Gruppen stellen die jungen Leute die Regierung je eines Landes und übernehmen die wichtigsten Positionen. Sie konfrontieren sich mit akuten Problemen wie Hunger, bewaffnete Konflikte, Klimawandel und Flüchtlingsströme und versuchen, diese in den Griff zu bekommen. „Dabei geht es nicht nur um das Spiel, vielmehr lernen Kinder, was in unserer Welt extrem wichtig geworden ist: Komplexe Probleme erkennen, Informationen filtern, Verantwortung übernehmen, im Team arbeiten, schnell Entscheidungen treffen und diese revidieren, wenn sie ins Nichts führen oder zu scheitern drohen; mitfühlen lernen mit allen Menschen unseres Planeten“, erklärt Feuchtner.

Kriege stoppen

Die Botschaft kommt bei den Kindern offenbar an. „Beim Spiel ging es vor allem darum, dass man sich einigt und eine Win-win-Situation schafft. Es war wichtig, dass die Länder sich verstehen und auch, dass man manchmal etwas nachgibt“, hat Jakob Rauch (12) gelernt. Anna-Katharina Schedler (12) wiederum findet: „Die Politiker, die sollten sich nicht immer bekämpfen, dass die da Krieg machen. Die sollten miteinander ganz normal reden und auch hin und wieder nachgeben, weil manchmal haben beide Seiten gute Ideen. Und es ist wichtig, dass jeder einen Gewinn hat und dass jedes Land gut leben kann und dass die Länder zusammenhalten und Kriege stoppen.“

Die Politiker, die sollten sich nicht immer bekämpfen.

Anna-Katharina Schedler
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