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Die Noroviren sind wieder unterwegs

von Marlies Mohr

Gehäufte Infektionen. Ein Ausbruch konnte bislang jedoch verhindert werden.

Feldkirch. (VN-mm) Sie schlagen kurz, aber heftig zu. Und jetzt grassieren sie wieder, die hochinfektiösen Noroviren. Auch OÄ Gabriele Hartmann, Leiterin der Hygieneabteilung im Landeskrankenhaus Feldkirch, berichtet von einem gehäuften Auftreten von Magen-Darm-Erkrankungen, die durch Noroviren verursacht werden, in den vergangenen drei Wochen. Zu großen Ausbrüchen sei es jedoch nicht gekommen. Auf der Pädiatrie wurden bislang zwei Kinder stationär aufgenommen. „Wichtig ist es, die Infektion frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu setzen“, sagt Hartmann. Im Krankenhaus werden Patienten mit dem Norovirus sofort isoliert. Das Personal sei diesbezüglich sehr gut geschult. Es ist angewiesen, bei engem Kontakt mit den Patienten einen Hand- und Mundschutz sowie eine Schürze zu tragen. In Familien lässt sich diese Infektion hingegen nur schwer bändigen, besonders natürlich, wenn Kinder betroffen sind, die gepflegt werden müssen.

Kinder und alte Menschen

Die Monate zwischen Oktober und März sind die Zeit der Noroviren. Warum sie gerade in diesem Zeitraum vermehrt auftauchen, lässt sich laut Gabriele Hartmann nicht genau sagen. Es hänge wohl auch damit zusammen, dass sich nun wieder größere Menschengruppen in Räumen aufhalten. Enge Kontakte würden die Ausbreitung des Norovirus begünstigen. Die Hygieneexpertin berichtet von Kindergärten und einem Seniorenheim, in denen es zu Noroviren-Infektionen kam. Damit definiert sich auch bereits die „Zielgruppe“ der Noroviren. Es sind überwiegend Kinder und alte Menschen ab 70 Jahren.

Eine akute Norovirus-Infektion zeigt sich durch Symptome wie plötzliche starke Übelkeit, schwallartiges Erbrechen und Durchfall. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen, die Viren selbst finden sich im Erbrochenen ebenso wie im Stuhl. Meist dauert das Übel nur etwa zwei Tage. „Wenn die Symptome nachlassen, ist auch der Patient weniger infektiös“, erklärt Gabriele Hartmann. Erkrankt Spitalspersonal, müssen mindestens 48 Stunden ohne Symptome vergehen, bis wieder gearbeitet werden darf.

Flüssigkeitsverlust

Die meisten Brech-Durchfälle klingen ohne Probleme ab. Für kleine Kinder und ältere Personen kann jedoch der mit einer Infektion verbundene hohe Flüssigkeitsverlust gefährlich werden. Treten die Auswirkungen in stark ausgeprägter Form länger als einen Tag auf, ist eine ärztliche Konsultation ratsam. Für den eigenen Schutz ist Händehygiene wichtig. Hände immer mit Wasser und Seife waschen, insbesondere nach jedem Toilettengang sowie vor der Zubereitung von Speisen und vor dem Essen. Zum Abtrocknen ein sauberes Tuch verwenden. Dadurch wird verhindert, dass Krankheitserreger aus dem Darm über verunreinigte Hände in den Mund gelangen.

Lassen die Symptome nach, ist der Patient weniger infektiös.

Gabriele Hartmann
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