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Kommentar

Fritz Amann

Genmanipulierter BP-Kandidat

Die Sommerlochdiskussionen um den Gesundheitszustand von Alexander Van der Bellen prognostizierten ihm nicht gerade die besten Chancen für ein langes Amtsleben. Da war es schon wichtig und richtig, ein ärztlich begründetes Dementi zu veröffentlichen. „Nein, der Alexander ist völlig gesund.“ Körperlich gesehen also ein schneeweißes Gesundheitszertifikat. Das österreichische Wahlvolk aber interessiert deutlich mehr, wie seine politische Psyche ausschaut und sich in Zukunft verhalten wird. Da wäre vielleicht ein tieferer Blick in seine politischen Stammgene angebracht.

VdB will ein neutraler und parteiloser Kandidat sein? Er, der zehn Jahre Bundessprecher der Grünen war. Der für die Grünen bei der Wien-Wahl kandidierte und sich heute noch mehr denn je als dunkelgrüner Urvater versteht. Er ist ein lebendiger Vertreter der altlinken Schickeria. Folgende Sager belegen das: „Ja, wir sind eine Ausländerpartei.“ (7. 9. 2010), oder „Ja, ich bin dafür, Verhandlungen mit der Türkei über einen EU-Beitritt zu führen.“ (6. 12. 2008). Noch im September 2015 predigte er davon, dass er als Ökonom ein Anhänger des TTIP sei. Daraus lässt sich schließen, dass für VdB Hormonfleisch oder Chlorhühner aus den USA nicht wirklich ein Problem sind. Dass er seine politischen Genstränge schneller wechseln kann als ein Chamäleon seine Grünschattierungen beweist er aber damit, dass er sich als „parteilos“ bezeichnet und seit seiner BP-Kandidatur auch plötzlich gegen TTIP auftritt.

Die Serien von blutigen Anschlägen in Deutschland und Frankreich, aber auch der Putsch in der Türkei haben viele Fragen aufgeworfen. Darauf hatten die Grünen und Van der Bellen keine Antworten. Die Angst ist real, weil sie eine unmittelbare Reaktion auf reale Ereignisse ist. Das beruhigende Gemurmel des Professors, das sich bei Aperol Spritz und einem Film-noir-Open-Air so lässig anhört, wirkt inzwischen mehr als aufreizend.

Die Welt ist, wenn man so will, ein bisschen mehr die Welt geworden, vor der die bösen Rechtspopulisten schon so lange warnen. Daher droht VdB eine Niederlage beim Urnengang: Jeder, der dieses Faktum unterschätzt, egal ob als Unterstützer(Bürgermeister) eines Kandidaten oder als Mitglied einer Uraltpartei, und deshalb so tut, als müsste man nur opahaft oder superlässig bleiben, um die Welt zu begeistern, könnte dafür gnadenlos abgestraft werden. Und zwar vollkommen zu recht.

fritz.amann@vorarlbergernachrichten.at
Fritz Amann ist Unternehmer und ehemaliger FPÖ-Politiker

Er ist ein leben­diger Vertreter der altlinken Schickeria.

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