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Industriellenvereinigung will Gesundheitsdiskurs

von Marlies Mohr

Hohenems. (VN-mm) In der Diskussion um den Erhalt eines qualitativ hochwertigen und nachhaltig finanzierbaren Gesundheitssystems mischt nun auch die Industriellenvereinigung (IV) mit. In Zusammenarbeit mit der Ärztekammer organisiert sie den heutigen Gesundheitsgipfel in der Otten Gravour in Hohenems (Beginn 18 Uhr). Unter dem Titel „Gemeinsam zur Exzellenz“ sollen neue Wege für den Gesundheitsstandort Vorarlberg sondiert werden. Auch heiße Eisen wie die Zusammenlegung von Krankenhäusern und Krankenhausabteilungen will die Industriellenvereinigung dabei ohne Scheuklappen besprochen haben, wie IV-Geschäftsführer Mathias Burtscher bekräftigt. Ein funktionierendes und leistbares Gesundheitssystem werde sowohl gesamtgesellschaftlich als auch standortpolitisch immer wichtiger. „Es ist auch im Interesse der Betriebe, dass die Bevölkerung eine gute Gesundheitsversorgung erhält“, ergänzt Burtscher. In Zeiten von explodierenden Sozial- und Gesundheitskosten müsse das aber so effizient wie möglich organisiert werden.

Kostendämpfung

Das Thema fand auch in der zu Jahresbeginn präsentierten Industriestrategie „Vom Mittelmaß zur Exzellenz“ Einlass. Dort heißt es: „Zur Sicherung der hohen Qualität des Sozial- und Gesundheitssystems in Vorarlberg müssen alte Strukturen aufgebrochen werden.“ Mathias Burtscher wird noch konkreter: „Wir sollten diese Diskussion um zeitgemäße Strukturen im Gesundheitswesen in Vorarlberg tabulos führen, und die Politik sollte dann mutig entscheiden.“ Die Sicherung der Qualität müsse aber möglich sein, ohne dass der schon jetzt massiv hohe jährliche Finanzbedarf weiter explodiert. Im kommenden Jahr sind allein für die medizinische Versorgung der Bevölkerung über 480 Millionen Euro veranschlagt. Um die Aufwendungen in den Griff zu bekommen, wurde in der neuen 15-a-Vereinbarung ein sogenannter Kostendämpfungspfad verankert. Das heißt, die Steigerungen im Gesundheitswesen dürfen 2017 maximal 3,6 Prozent betragen. Bis 2021 wird diese Quote auf 3,2 Prozent verringert.

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