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Pauls Heimkehr als tollstes Geschenk

von Klaus Hämmerle
Lächeln gelernt hat Paul trotz seiner Situation.

Lächeln gelernt hat Paul trotz seiner Situation.

Zwei Kinder, beide schwerstkrank: das Schicksal der Bach­meiers aus Koblach.

Koblach. Markus Bachmeier (36) hält seine Tochter Marlene (3) liebevoll im Arm. Das Kind atmet schwer, und sein Gesichtsausdruck verrät: Es ist nicht gesund. Marlene leidet an Herpes Enzephalitis, besser bekannt unter dem Begriff Hirnhautentzündung. „Marlene kam kerngesund auf die Welt“, beginnt Vater Markus seine Erzählung. „Als sie ein halbes Jahr war, am Heiligen Abend 2013, traten erstmals die Symptome auf. Unsere Tochter wurde weinerlich, antriebslos, schläfrig. Wir dachten an eine Magen-Darm-Verstimmung.“

Man brachte sie ins Krankenhaus. In der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember hatte sie ihren ersten epileptischen Anfall. Sie kam auf die Intensivstation, und kurz vor Silvester erfuhren die geschockten Eltern die Diagnose: Marlene leidet an einer Hirnhautentzündung, wichtige Teile des Gehirns sind unwiderruflich zerstört, darunter das Sprach- Bewegungs- und Gedächtniszentrum.

Lungenklappe fehlt

Marlene wird für immer ein Pflegefall bleiben. Sie braucht 24-Stunden-Betreuung. Markus und Claudia Bachmeier (33) mussten ihren Wohnort wechseln, die Wohnung im zweiten Stock ohne Lift war nicht mehr zumutbar. „Wir können nicht permanent die Kinder hinauf- und hinuntertragen“, sagt Claudia. Die Bachmeiers erwarben ein kleines Stück Grün in Koblach und haben dort unter riesigen finanziellen Anstrengungen ein kleines Haus gebaut.

Sie brauchen es. Denn auch ihr zweites Kind ist gesundheitlich schwerst beeinträchtigt. Dabei hat Paul, zarte vier Monate alt, das Heim seiner Familie noch nie bewohnt. Paul fehlt eine Lungenklappe. Er kann nicht selbstständig atmen, weil die Gefäße in der Lunge zu klein sind, um genügend Sauerstoff zu transportieren. Der Säugling liegt in einer Spezialklinik in Linz. „Über Pauls Problem wussten wir schon während der Schwangerschaft Bescheid. Aber man sagte uns, die Probleme seien bewältigbar. Der Defekt an der Lunge würde sich auswachsen. Doch jetzt stellen sich die Probleme als schwerer heraus als erwartet“, berichtet Claudia Bachmeier.

Die Anfälle

Während die Eltern erzählen, bekommt Marlene einen ihrer zahlreichen epileptischen Anfälle. Sie würgt und keucht, verdreht die Augen. Markus und Claudia erschrecken dabei nicht mehr. Routiniert gehen sie mit der Situation um, beruhigen das Kind und entfernen Speichelfluss. Nach wenigen Sekunden ist der Anfall vorbei, Marlene schläft erschöpft ein. „Das mit den epileptischen Anfällen ist total unterschiedlich. Es gab Zeiten, da hatte sie bis zu 30 am Tag, dann wieder nur zwei. Natürlich hoffen wir darauf, dass sie eines Tages gar keine hat“, erklärt Markus. Zärtlich streichelt er sein Mädchen und sinniert: „Was mich am meisten bedrückt: Wie wird das für sie sein, wenn wir uns eines Tages nicht mehr um sie kümmern können?“

Weihnachtswunsch

Das Ehepaar Bachmeier stellt sich seinem Schicksal mit bewundernswerter Tapferkeit. „Natürlich haben wir uns am Anfang mit der Frage gemartert: Warum wir? Ausgerechnet wir? Aber dann haben wir uns der Herausforderung gestellt und tun unser Bestes“, beschreibt Markus, der beruflich als Krankenpfleger am LKH Hohenems arbeitet, seine Gefühlslage. Auch seine Gattin Claudia ist erstaunlich ruhig. Schon längst hat die Mutter ihren Job als Sprechstundenhilfe aufgegeben und stellt sich zu hundert Prozent in den Dienst ihrer vom Schicksal so schwer geprüften Kinder. Eine große Unterstützung ist für sie auch Christine Nägele (57) von der  Lebenshilfe, die sich zwei Mal die Woche sechs Stunden um Marlene kümmert.

Gerade im Hinblick auf Weihnachten will Claudia auch positiven Gedanken Platz machen. „Wir hoffen sehr, dass Paul vielleicht über die Feiertage das Spital in Linz verlassen darf,  dass er vielleicht zu uns nach Hause kommen kann und nicht sofort in ein Krankenhaus muss. Es wäre unser tollstes Geschenk zum Fest.“

Für die Bachmeiers läuft
auch eine private Spendenaktion.
Spenden unter Hypobank
AT 13 5800 0194 2592 5019

<p class="caption">Die Familie Bachmeier mit ihren zwei kranken Kleinkindern bewegte viele Vorarlberger. Foto: VN/HOfmeister</p>

Die Familie Bachmeier mit ihren zwei kranken Kleinkindern bewegte viele Vorarlberger. Foto: VN/HOfmeister

Noch gibt es Tickets für die "Ma hilft"-Gala

Schwarzenberg. (VN-hk) Am 11. Dezember ist es in Schwarzenberg wieder so weit.
Der Angelika-Kauffmann-Saal öffnet um 16 Uhr seine Pforten zur großen „Ma hilft“-Gala 2016, die dann um 17 Uhr beginnt. Die „Kleaborar Bahnteifl & Otto Hofer“ werden dabei das Publikum unterhalten und haben für das Event ein spezielles Programm zusammengestellt. Der Erlös der Veranstaltung geht an „Ma hilft“.

Sichern Sie sich Ihr Ticket im Vorverkauf. Noch sind mehrere Eintrittskarten erhältlich. Diese erhalten Sie in allen Raiffeisenbanken, Sparkassen sowie auf www. laendleticket.com.

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