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“Zu zweit macht die Arbeit Spaß”

Alexander Raggl (l.) und Thomas Andreatta bei der Arbeit.

Alexander Raggl (l.) und Thomas Andreatta bei der Arbeit.

Im Rahmen des Caritas-Projekts „Bludenz mitnand“ arbeiten Thomas Andreatta und Alexander Raggl zusammen.

Bludenz. (VN-jun) Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Dieses Sprichtwort trifft auf Alexander Raggl (41) tatsächlich zu. Denn wenn er im Bludenzer Betrieb „Garta und Wald“ von Thomas Andreatta arbeitet, fliegen die Späne in alle Richtungen. Dass Raggl­ körperlich beeinträchtigt ist und im Rollstuhl sitzt, ist kein Hindernis. Neben seiner Tätigkeit in der Werkstätte Bludenz der Caritas arbeitet der gebürtige Tiroler nun auch einmal pro Woche bei Andreatta.

In Handarbeit fertigt
Raggl dort hauptsächlich Dach- und Wandschindeln an. „Es macht mir viel Spaß, gemeinsam mit Thomas zu arbeiten. Ich werkle gerne mit Holz, und hier ist immer etwas los“, berichtet der Rollstuhlfahrer. Sein Tischlerhandwerk lernte Raggl bereits vor vielen Jahren bei der Lebenshilfe. Die Liebe zum Holz und der Natur stammt noch aus einer Zeit, als er noch nicht im Rollstuhl saß.

Um das Betätigungsfeld von Raggl zu erweitern, lässt sich Firmeninhaber Andreatta immer etwas Neues einfallen. Insgesamt arbeitet Raggl abwechselnd an fünf verschiedenen Maschinen. Mal fertigt er Mundstücke für Klarinetten an, mal Perlen für Rosenkränze. „Wir verstehen uns super und ich arbeite gerne mit Alexander zusammen“, erzählt Andreatta. „Es ist schön, nicht alleine in der Werkstatt zu arbeiten und Alexander leistet gute Arbeit.“ Deshalb holt der Chef seinen Mitarbeiter jeden Montagmorgen persönlich von der Werkstätte Bludenz ab und fährt mit ihm gemeinsam zur Arbeit.

Integration und Inklusion

Die beiden Männer kennen sich schon seit vielen Jahren. Nun arbeiten sie auch einmal in der Woche im Rahmen des Caritas-Projekts „Bludenz mitnand“ zusammen. Nach dem Motto „Schaffa, wo andre o schaffan“ bietet „Bludenz mitnand“ Außenarbeit und Teilhabe für Personen, die in der Werkstätte Bludenz arbeiten.

„Menschen mit Beeinträchtigung bekommen durch diese Initiative mehr Sozialkontakte, können sich ausprobieren und wertvolle Erfahrungen sammeln. Und das auf eine sehr unkomplizierte Art, sowohl für Arbeitgeber als auch für künftige Mitarbeiter“, erklärt Waltraud Valentin, Stellenleiterin der Werkstätte Bludenz, das Konzept. „In Zusammenarbeit mit regionalen Firmen bietet sich durch dieses Projekt eine einmalige Chance für alle Beteiligten, die Worte Integration und Inklusion zu leben.“

Am Samstag, 3. Dezember, ist internationaler Tag der Menschen mit Behinderung.

Es ist schön, nicht alleine in der Werkstatt zu arbeiten.

Thomas Andreatta
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