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Vorarlberger, über die man spricht. Markus Pastella (54)

Nächtliche Stadtführung

Markus Pastella führt im Nachtwächtergewand durch die Städte Bludenz und Feldkirch. Foto: VN/Hofmeister

Markus Pastella führt im Nachtwächtergewand durch die Städte Bludenz und Feldkirch. Foto: VN/Hofmeister

Markus Pastella führt seit sieben Jahren als Nachtwächter durch Bludenz und Feldkirch.

Bludenz. (VN-jun) Wenn sich Markus Pastella (54) den dunklen Umhang über die Schultern legt, den Hut aufsetzt und in den Händen Laterne und Hellebarde hält, dann verwandelt er sich in einen Nachtwächter. In dieser Gestalt führt er seit 2009 große und kleine Zuhörer durch die historischen Städte Bludenz und Feldkirch. Sobald der Abend angebrochen ist und die Gassen in der Dunkelheit beinahe verschwinden, entführt Pastella seine Gäste in eine andere Zeit. Er erzählt Geschichten, die vom Mittelalter bis ins Jahr 1900 reichen.

Damals gab es in den Vorarlberger Städten noch richtige Nachtwächter. „Sie sorgten für die Sicherheit der Menschen und passten auf, dass nirgendwo ein Feuer ausbricht“, erklärt Pastella, der neben seiner Tätigkeit als Stadtführer auch noch Gesundheits- und Krankenpfleger im Sozialzentrum Senecura in Bludenz ist. „Ich habe sozusagen zwei Berufe. Wobei die Arbeit als Fremdenführer gleichzeitig auch mein Hobby ist.“

Pastella interessiert sich schon seit seiner Kindheit für Geschichte und Heimatkunde. Sein Wissen über die Orte und Städte in Vorarlberg gibt er bei den Führungen weiter. Allerdings nicht als langweiliger Geschichteprofessor. „Als Nachtwächter kann ich geschichtliche Zusammenhänge einfach unterhaltsamer verpacken und sie mit Anekdoten ausschmücken“, berichtet er. „Geschichte in Form von Geschichten zu vermitteln und die Leute dabei zu unterhalten, gefällt mir sehr.“

Führung durch die Nacht

Vor allem jetzt im Dezember stehen für Pastella wieder viele Nachtwächterführungen auf dem Programm. Denn es ist die dunkle Jahreszeit angebrochen, und die Weihnachtsbeleuchtung schmückt die Straßen der Städte. In dieser Zeit sei die Wirkung der Erzählungen größer als im Sommer, wenn es draußen noch hell ist. „Ich bin mit den Gästen viel in dunklen Gassen unterwegs. Dort erzähle ich schaurige Geschichten und Sagen“, informiert Pastella. „Wir schauen uns aber auch die Sehenswürdigkeiten der Städte an. In Feldkirch sind das unter anderem die Schattenburg und der Katzenturm.“ Besonders spannend seien für ihn die Führungen mit Kindern. „Die sind immer ganz fasziniert und stellen interessante Fragen.“ Bereits heute Abend um 18 Uhr schlüpft Pastella wieder in die Rolle des Feldkircher Nachtwächters und zieht mit seinen Geschichten Groß und Klein in den Bann. Die nächste Nachtwächterführung durch die Montfortstadt findet dann am 15. Dezember statt.

Ich unterhalte die Menschen gerne mit geschichtlichen Erzählungen.

Markus Pastella

Zur Person

Markus Pastella

Geboren: 26. Oktober 1962 in Bludenz

Ausbildung: Gesundheits- und Krankenpfleger, Fremdenführer

Familie: verheiratet mit Uli

Hobbys: Lesen, Geschichte und Heimatkunde

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