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Otto Hofer und die Geschichten aus dem prallen Leben

von Klaus Hämmerle
Otto Hofer und das Büchlein mit seinen Schätzen. Foto: VN/Steurer

Otto Hofer und das Büchlein mit seinen Schätzen. Foto: VN/Steurer

Bei der „Ma hilft“-Gala am 11. Dezember tritt der Erzähler mit den „Bahnteifln“ auf.

Lustenau. (VN-hk) Es ist so einfach. Da steht einer auf, nimmt seine sonore Stimme in Betrieb und fängt an zu erzählen: Geschichten aus dem Leben, mit den kleinen menschlichen Schwächen im Mittelpunkt. Die Zuhörer sind von der ersten Minute an hin und weg, schmunzeln, lachen, weinen. Es ist so einfach – wenn man’s kann. Otto Hofer kann es. Er tut es im breitesten Lustenauer Dialekt, und niemand kann sich der Magie seiner Erzählungen entziehen. Bei der „Ma hilft“-Gala am 11. Dezember im Angelika-Kauffmann-Saal zu Schwarzenberg wird der ehemalige Stickermeister eine Kostprobe seiner Unterhaltungskunst geben.

„Das Geschichtenerzählen war immer schon meines“, sagt der 76-Jährige. Früher, als Bub, war er noch in der Zuhörerrolle. Er fuhr mit Bauern auf deren Pferdewagen durch die Gegend und ließ sie reden. Sie erzählten ihm von Sorgen, Nöten, von Alltäglichem und Lustigem. Hofer ließ sein inneres Tonbandgerät laufen. Zu Hause schrieb er alles auf. „Ich habe immer alles aufgeschrieben und bewahrt.“ Viele Ordner, voll mit Anekdoten aus dem prallen Leben.

Beim „Sandarfäscht“

Später, beim „Sandarfäscht“ des Musikvereins Concordia Lustenau, agierte Otto Hofer als Pausenfüller, erzählte Geschichten und Witze. „So nach zwei Stunden, wenn den Bläsern vor lauter Blasen die Münder zu spitz wurden“, erinnert sich Hofer. Seine Geschichten kamen an. Er schaffte es, dass die Besucher trotz fortgeschrittener Stunde und wahrnehmbarem Alkoholpegel zuhörten. Es folgte die Begegnung mit Ernst Mohr vom Spielkreis Götzis. „Der hat sich um Dialekte verdient gemacht und mich stark beeinflusst.“

Natürlich geht es in Hofers Geschichten viel um Lustenau. Ums Zünzeln, ums Schmuggeln, um des Lustenauers klägliche Versuche, astreines Hochdeutsch zu produzieren.

Göttliche Fügung

Dass Otto Hofer im Jahre 2007 auf die „Kleaborar Bahnteifl“ traf, war nahe einer göttlichen Fügung. „Wir passen perfekt zusammen. Als wir zum ersten Mal auftraten, hatten wir so eine Gaudi miteinander, dass die Bahnteifl vor lauter Lachen kaum noch spielen konnten“, bleibt die erste Begegnung mit den Wäldern für Hofer unvergessen.

Der zweifache Vater und fünffache Großvater besitzt ein untrügliches G’spür für sein Publikum. „Ich mische mich vor jedem Auftritt ein bisschen unters Volk, um die Stimmung zu erkunden. Darauf stimme ich mein Programm ab.“ Natürlich macht er das auch mit den „Bahnteifln“, damit beim „Mätsch“ zwischen Lustenauerisch und Wälderisch die Mischung passt. Und die hat bisher noch immer perfekt gestimmt.

Karten für die „Ma hilft“-Gala: www.laendleticket.at; Raiffeissenbanken, Sparkassen

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