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“Keine Einbahnstraße”

Ausstellungsmacher Johannes Ortner und Michael Haim (VVG).

Ausstellungsmacher Johannes Ortner und Michael Haim (VVG).

„Kommen und gehen“, eine Wanderausstellung der VVG zum Thema Arbeitsmobilität.

Dornbirn. (VN-sca) Damian Collini ist sicher nicht ganz freiwillig aus dem Trentino nach Vorarlberg ausgewandert. Und auch Antonius Kästle hat es sich lange überlegt, ob er seine Heimat verlassen soll. Genauso schwer dürfte die Entscheidung für den gelernten Bäcker Johannes Baur gewesen sein, der in Zürich eine Existenz fand und das weltberühmte Hotel „Baur au lac“ gegründet hat. Sie alle sind Migranten: Menschen, die in der Fremde der Existenznot ihrer Heimat entkommen wollten. Die einen sind nach Vorarlberg eingewandert, die anderen fanden über der Grenze ihr Glück.

Die Vorarlberger Volkswirtschaftliche Gesellschaft, eine Vorfeldorganisation der Wirtschaftskammer, hat den heurigen Schwerpunkt auf das Thema Migration und Asyl gelegt und in sechsmonatiger Arbeit eine Wanderausstellung für Schulen ausgearbeitet. Eine Arbeit, die sich gelohnt hat, weil sie, unaufgeregt und auf Fakten sowie Lebensgeschichten fußend, in der emotional geführten Diskussion um Flüchtlingsproblematik und Migration so gar nicht schulmeisterlich daherkommt.

Sachliche Auseinandersetzung

Ziel sei es, so Johannes Ortner, der Präsident der Gesellschaft, einen konstruktiven Beitrag zu leisten, und den Besuchern der Schau Fakten zur Hand zu geben, um sich eine eigene Meinung zu bilden. In den Schulen soll daraus, so die Intention des Ausstellungsmachers Michael Haim, eine sachliche Auseinandersetzung zur Arbeitsmobilität entstehen: „Beispiele wie Kästle, Collini und Kohler sollen zeigen, dass Migration, egal in welche Richtung, in Europa und ganz speziell in Vorarlberg seit Jahrhunderten gang und gäbe ist.“

In einer Gegenüberstellung von Kommen und Gehen werden auch aktuelle Erfolgsgeschichten vorgestellt, Geschichten von Einwanderern aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus der Türkei, aber auch von Auslandsvorarlbergern.

Ausstellung „Kommen und gehen“ in Vorarlberger Schulen, Infos: vvg.at

<p class="caption">Die Vorarlberger Kästle-Ski wurden von einem deutschen Auswanderer entwickelt.</p>

Die Vorarlberger Kästle-Ski wurden von einem deutschen Auswanderer entwickelt.

<p class="caption">Johannes Baur, Hotelier. Fotos: vVg</p>

Johannes Baur, Hotelier. Fotos: vVg

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