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Idealer Standort fand sich im zweiten Anlauf

Heinz Westhoff bei der Firstfeier vor dem neuen Firmengebäude von Sonderhoff in Dornbirn. Foto: Hartinger

Heinz Westhoff bei der Firstfeier vor dem neuen Firmengebäude von Sonderhoff in Dornbirn. Foto: Hartinger

Nach einer Enttäuschung in Lustenau hat Industriezulieferer Sonderhoff in Dornbirn gebaut. 

Dornbirn. (VN-sca) Die Kaufverträge mit der Gemeinde waren unterschrieben, die Pläne für die neue Niederlassung bereits gezeichnet, die Offerte für den Bau vorbereitet. In Lustenau freute sich Bürgermeister Kurt Fischer im Sommer 2014 bereits öffentlich über die Neuansiedlung im Gewerbegebiet Millennium Park: „Sonderhoff Engineering passt perfekt in unser Konzept: Ein Hightech-Betrieb, der hochwertige Arbeitsplätze nach Lustenau bringt.“ Und dann kam alles ganz anders.

Zwei Jahre Verzögerung

„Für Sonderhoff waren die Bodenverhältnisse so schlecht, dass sie von der Rücktrittsoption Gebrauch machten“, sagte im Herbst 2014 Gemeindesekretär Eugen Kanonier auf VN-Anfrage. In Wahrheit wehrten sich damals der Gestaltungsbeirat der Gemeinde und – so sagt man – ansässige Unternehmen dagegen, dass ein Produktionsbetrieb ins Gebiet ziehen wolle. Für die Firma Sonderhoff bedeutete der Rückzieher eine Verzögerung des Neubaus um zwei Jahre, sagt nun der Geschäftsführer des High-Tech-Unternehmens, Heinz Westhoff.

Und er ist froh, dass man im Dornbirner Betriebsgebiet Pfeller einen idealen Standort gefunden hat. „Wir konnten uns keinen besseren Partner als die Stadt Dornbirn wünschen – das gibt es auch in Deutschland nicht“, sekundiert Geschäftsführer Hans-Jürgen Gläser. „Dinge, die besprochen und abgemacht wurden, wurden meist in Stunden statt in Tagen erledigt.“ Die Kölner Firma Sonderhoff ist seit Mitte der 90er-Jahre in Vorarlberg, doch der derzeitige Standort in Hörbranz ließ sich nicht mehr erweitern. Produziert und konstruiert werden in Vorarlberg Klebe- und Dosieranlagen für das von Sonderhoff entwickelte System zum Dichtungsschäumen, Kleben und Vergießen polymerer Werkstoffe. Gebraucht werden diese vor allem im Automotiv-Bereich. Während in Vorarlberg die Hardware erzeugt wird, werden am Firmensitz in Köln die chemischen Komponenten entwickelt und produziert. An beiden Standorten sind je 90 Mitarbeiter beschäftigt, 200 weitere arbeiten weltweit.

Umzug ab Februar

In Dornbirn sollen kurzfristig rund 30 weitere Arbeitsplätze entstehen, so Westhoff, denn die Märkte seien längst nicht gesättigt. An einen anderen Standort habe man nie gedacht, da „wir hier die Spezialisten haben und sehr zufrieden sind mit unseren Mitarbeitern“, sagt er. Umgezogen wird im Februar. Das Hörbranzer Gebäude wird von einem bislang in Dornbirn angesiedelten Sonderhoff-Unternehmen übernommen.

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