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DIE WELT IM FOKUS. Schweden

„Tack för …“ ist auch im Geschäftsleben richtig

1977 gründete der Beschlägehersteller Blum in Schweden eine der ersten Tochtergesellschaften.  Foto: Blum

1977 gründete der Beschlägehersteller Blum in Schweden eine der ersten Tochtergesellschaften. Foto: Blum

Bei den unkomplizierten und bodenständigen Schweden ist Höflichkeit das Um und Auf.

Höchst. (cro) Tack för maten – Danke für das Essen, Tack för igår – Danke für gestern und, ganz wichtig, Tack för senast – Danke für neulich. Wer Geschäftsbeziehungen mit Schweden anstrebt, sollte niemals vergessen, sich zu bedanken. Das mag trivial klingen und ist es in gewissem Sinne auch. Aber für einen regelmäßigen persönlichen Kontakt und für eine dauerhafte und gute Geschäftsbeziehung sind diese vier Buchstaben zur richtigen Zeit unerlässlich. Ansonsten gelten die Skandinavier als unkompliziert und bodenständig. Kaufentscheidungen werden eher pragmatisch getroffen und bewertet, gerade bei Möbeln, hat man auch beim Höchster Beschläge-Hersteller Blum die Erfahrung gemacht. „Ganz besonders zu spüren ist: Sie arbeiten sehr gerne im Team und entscheiden oft demokratisch“, erklärt Martin Gächter und betont auch: „Das entspricht ganz unserer eigenen Firmenphilosophie.“

Seit knapp 40 Jahren betreibt das Höchster Unternehmen eine Niederlassung in Schweden. Im Heimatland der bis heute größten Haushaltsmöbelmarke der Welt: Ikea. Denn ob Küche, Bad oder Schlafzimmer: Systeme und Technologien von Blum kommen in den unterschiedlichsten Wohnbereichen zum Einsatz.

16 Mitarbeiter

Dennoch entschied man sich bei Blum für einen bescheidenen Anfang, denn Rupert Horngacher leitete von 1977 bis 1984 diese Tochtergesellschaft vom eigenen Zuhause aus. Erst 1993 bezog er gemeinsam mit den ersten Mitarbeitern das Büro in Huskvarna. 2010 übergab er die Geschäftsleitung an Patrik Legrell und bis heute hat sich die Niederlassung zu einem 16 Mitarbeiter starken Unternehmen mit einem eigenen, 1700 Quadratmeter großen Lager entwickelt.

75 Unternehmen

Insgesamt sind inzwischen 75 österreichische Unternehmen mit einer oder mehreren Niederlassungen in Schweden tätig. 24 davon sind Produktionsstätten, vor allem in der Stahl- und Maschinenbranche, außerdem gibt es eine Fertigung von nachhaltigen Isolierstoffen. Die österreichischen Direktinvestitionen in Schweden erreichten damit Ende 2015 einen Stand von 1255 Millionen Euro. „Das entspricht einer Zunahme von rund 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagt der Wirtschaftsdelegierte der WKO, Albrecht Zimburg, und hebt hervor: „Sie genießen einen hervorragenden Ruf als verlässliche Lieferanten hochwertiger Güter und Technologien.

Vor allem Vorarlberger Firmen können Erfolge im hohen Norden verbuchen. Aktuellste Beispiele sind die Lieferung eines neuen Doppelmayr-Skilifts für das bekannte Skigebiet Kläppen oder ein Spezialkran für ein Stockholmer Biomasse-kraftwerk, der von Liebherr in Nenzing konstruiert wurde“, zählt er auf.

Aber auch Vorarlberger Architektur und Holzbautechnologie haben in den letzten Jahren enormes Ansehen bei schwedischen Ziviltechnikern und Hochbauspezialisten erworben. Unterstützt wird diese Entwicklung außerdem vom Schwerpunktprogramm Bauwirtschaft. Zeit „Tack för …“ zu sagen, oder?

Julius Blum GmbH

» Gründung: 1952

» Anzahl der Mitarbeiter: 6929 weltweit, davon 5299 in Österreich (Stand 30.06.2016)

» Umsatz: 1656 Mill. Euro
(Wirtschaftsjahr 2015/16)

» Mitarbeiter in Schweden: 16

» Auslandsumsatz: 97 %

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