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“Weiler ist letzte verfügbare Option”

Gemeindevertreter Heinz Vogel aus Klaus zeigt das Gebiet, das für die Betriebsansiedlung umgewidmet werden soll. Foto: VN/sca

Gemeindevertreter Heinz Vogel aus Klaus zeigt das Gebiet, das für die Betriebsansiedlung umgewidmet werden soll. Foto: VN/sca

Backwarenhersteller Ölz sieht sich in Ansiedlungsdiskussion zu Unrecht angegriffen. 

Weiler, Dornbirn. (VN-sca) „Ich möchte Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land halten“, sagt der Geschäftsführer der Firma Rudolf Ölz Meisterbäcker GmbH & Co KG, Bernhard Ölz. Seit fünf Jahren suche das Unternehmen nach einem geeigneten Areal. „Wir haben uns an
die Wirtschaftsstandortgesellschaft WISTO gewandt und die habe dieses Gebiet vorgeschlagen. Die hat gute Arbeit geleistet“, so Ölz. Die Gemeinde sei dann aktiv auf Ölz zugegangen, auch deshalb, weil sie die entsprechenden Kompensationsflächen zur Verfügung stellen kann.

Ölz stellt auch klar, dass er in diesem Stadium gar nicht in der Situation ist, etwas zu unternehmen. Das Projekt kann erst bei entsprechender Umwidmung der Landesgrünzone in Gewerbegebiet ernsthaft in Angriff genommen werden. Einen „Plan B“ hat Ölz aber derzeit auch nicht. Noch rechnet er damit, dass die Dinge ihren Lauf nehmen und Ölz mittelfristig bauen kann.

Da sind derzeit vor allem die Nachbarn aus Klaus, die dem Bürgermeister von Weiler Geheimniskrämerei vorwerfen. Die Gemeindevertretung hat deshalb einen Katalog mit zehn Fragen verabschiedet, z. B. zur Verkehrssituation, zur Landwirtschaft und zur Kompatibilität mit der „Vision Rheintal“. „Wurden überhaupt andere Optionen geprüft“, wollen die Gemeindevertreter Heinz Vogel und Karlheinz Zeiner wissen. Und „was ist die Vision Rheintal eigentlich wert, wenn jeder Bürgermeister tut was er will“? Man habe nichts gegen Ölz und auch nichts gegen Weiler, es gehe um Sachfragen, die geklärt werden sollten, so die beiden Kommunalpolitiker. Und es gehe ums Prinzip. „Das Gebiet ist auch als Erholungsraum wertvoll“, sagt Vogel beim Lokalaugenschein neben der Baustelle eines anderen Gewerbebetriebes, der bereits auf einer Sonderfläche in der Grünzone gebaut werde.

Die Grünen springen den Klausern bei: „Die Landesgrünzone stellt sicher, dass wertvolle Natur und Grünflächen geschützt werden. Teile davon einfach zuzubetonieren, ist nicht akzeptabel“, so die grüne Raumplanungssprecherin Nina Tomaselli. Und überhaupt: Der geplante Standort in Weiler eigne sich generell nicht für eine Betriebsansiedlung dieser Größe. „So kann es nicht weitergehen“, sagt auch Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger und lehnt eine Umwidmung ab. Für Bernhard Ölz allerdings ist „Weiler die letzte verfügbare Option“ in Vorarlberg. Er freue sich über jeden Alternativvorschlag von jenen, die nun gegen das Projekt opponieren.

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